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Katar weist Vorwürfe über geheime Absprachen mit Iran zurück und ruft zu regionaler Lösung auf

Doha bestreitet einseitige Verhandlungen oder finanzielle Zusagen gegenüber Teheran und betont koordinierte Diplomatie mit regionalen Partnern.

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Titelbild: Katar weist Vorwürfe über geheime Absprachen mit Iran zurück und ruft zu regionaler Lösung auf
Regierungssprecher Majed Al Ansari bezeichnet die Vorwürfe als gezielte Rufschädigung und fordert eine umfassende, nachhaltige Lösung statt kurzfristiger Waffenruhen.

Nach Angaben der katarischen Regierung hat Doha keine einseitigen Verhandlungen oder Absprachen mit Iran geführt. Regierungssprecher Majed Al Ansari wies in einer Pressekonferenz Behauptungen zurück, Katar habe seit Beginn des Kriegs heimliche Abmachungen mit Teheran getroffen oder finanzielle Zusagen gemacht, um Angriffe zu verhindern. Solche Darstellungen seien gezielt darauf angelegt, das Ansehen des Landes zu beschädigen, sagte er.

Zugleich unterstrich Al Ansari, die katarische Reaktion auf die Krise erfolge nicht isoliert, sondern in enger Abstimmung mit regionalen Partnern. Die Maßnahmen und diplomatischen Kontakte würden gemeinsam koordiniert; die Zahl der Konsultationen mit anderen Golfstaaten und internationalen Akteuren habe in jüngster Zeit sichtbar zugenommen. Damit entkräftete er Darstellungen, Katar handle allein oder verfolge eine eigenständige Agenda in der Region.

Gleichzeitig warnte der Sprecher ausdrücklich vor dem Versuch, die Straße von Hormus als Druckmittel einzusetzen, und forderte eine unverzügliche Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs ohne Vorbedingungen. Doha verfolge das Ziel, Handel und Energiezufuhr zu stabilisieren, und betrachte Angriffe auf die Souveränität anderer Staaten als direkte Bedrohung der eigenen Sicherheit. Diese Haltung verbinde sich mit dem Appell, den freien Waren- und Energietransport zu sichern.

Daneben verwies Al Ansari auf bereits spürbare Auswirkungen der Spannungen auf die globalen Energiemärkte, betonte jedoch, dass Katar über Pläne verfüge, um mögliche Störungen abzufedern. Das Land habe frühere wirtschaftliche Herausforderungen bewältigt und sei gut positioniert, um mit den aktuellen Spannungen umzugehen. Er bekräftigte zudem die Unterstützung Katars für Vermittlungsbemühungen und die Forderung nach einer umfassenden Lösung, die mehr als nur eine vorübergehende Waffenruhe umfasse.