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Rumänien macht Russland für Absturz einer Drohne in Galați verantwortlich

Außenministerin bestätigt russische Herkunft der Drohne und Sprengstoff; Präsident erklärt russischen Konsul in Constanța zur Persona non grata

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Rumänien macht Russland für Absturz einer Drohne in Galați verantwortlich
Die Regierung in Bukarest fordert schärfere Gegenmaßnahmen, nachdem eine Drohne in Galați ein Wohnhaus beschädigt und ein Feuer ausgelöst hatte.

Nach Angaben der rumänischen Außenministerin Oana Toiu stürzte am Freitag in Galați eine Drohne russischer Herkunft ab, die Sprengstoff an Bord getragen haben soll. Das Fluggerät habe ein Feuer auf dem Dach eines Wohngebäudes verursacht; Einsatzteams vor Ort hätten die Herkunft der Drohne und den Sprengstoff bestätigt, sagte Toiu.

Im Mittelpunkt der politischen Reaktionen in Bukarest stand die Zurechnung der Verantwortung an die Russische Föderation. Präsident Nicușor Dan erklärte den russischen Konsul in Constanța zur Persona non grata und kündigte die Schließung des russischen Konsulats in der Schwarzmeer-Hafenstadt an. Die Maßnahme solle ein deutliches Signal dafür sein, dass die Sicherheit rumänischer Bürger höchste Priorität habe.

Zugleich löste der Vorfall scharfe Kritik auf europäischer und transatlantischer Ebene aus. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, Russland habe eine weitere Grenze überschritten, und kündigte an, den Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten; die EU bereite demnach ein 21. Sanktionspaket vor. NATO-Vertreter bezeichneten das Geschehen als ‚Rücksichtslosigkeit‘ und bekräftigten, die Verteidigung gegen alle Bedrohungen, einschließlich unbemannter Luftfahrzeuge, zu stärken.

Daneben betonte die rumänische Außenministerin die Bedeutung internationaler Unterstützung und Koordination. Sie begrüßte die Zusagen aus Brüssel und der Allianz und forderte zugleich, die Bemühungen zur Beschleunigung weiterer Maßnahmen gegen Russland voranzutreiben. Die Stimmen aus Europa seien wichtig, um eine gemeinsame Antwort auf die sicherheitspolitische Lage zu formulieren.

Unterdessen hat der Vorfall in Galați in Rumänien eine Debatte über Schutzmaßnahmen gegen Drohnenbeschuss angestoßen. Regierung und Behörden sehen sich nun verstärkt mit der Aufgabe konfrontiert, Vorkehrungen zum Schutz der Zivilbevölkerung zu überprüfen und die Abwehrkapazitäten gegen unbemannte Luftfahrzeuge zu evaluieren. Konkrete Schritte zur Verstärkung der Verteidigung wurden bereits angekündigt.

Gleichzeitig steht die diplomatische Dimension des Vorfalls im Fokus: Die Schließung des Konsulats und die Ausweisung des Diplomaten markieren eine Eskalation in den bilateralen Beziehungen zwischen Bukarest und Moskau. Die rumänischen Entscheidungen sollen nach Angaben der Regierung ein klares Zeichen setzen, dass Angriffe, die zivile Leben gefährden, nicht unbeantwortet bleiben.