Rumänien macht Russland für Drohnen-Absturz in Galați verantwortlich
Außenministerin sieht Moskau in voller Verantwortung; Drohne mit Sprengladung entfachte Dachbrand in Galați. Bukarest verlangt schnellere Sanktionsschritte.
- Rumänische Behörden bestätigen russische Herkunft und Sprengstoff an Bord
- Präsident erklärt russischen Konsul in Konstanza zur persona non grata.
Nach Angaben der rumänischen Regierung stürzte am Freitag in der ostrumänischen Stadt Galați eine Drohne russischer Herkunft ab, die Sprengstoff an Bord hatte und auf dem Dach eines Wohngebäudes ein Feuer auslöste. Außenministerin Oana Toiu sagte in einem Interview, die Einsatzkräfte vor Ort hätten die Herkunft der Drohne und die Ladung eindeutig bestätigt; sie machte Russland für den Vorfall «voll verantwortlich».
Gleichzeitig ergriff Bukarest unmittelbare diplomatische Maßnahmen: Präsident Nicușor Dan erklärte den russischen Konsul in Konstanza zur persona non grata und ordnete die Schließung des russischen Konsulats in dem Schwarzmeerhafen an. Die Regierung begründete die Entscheidung als deutliches Zeichen zur Wahrung der Sicherheit und Unversehrtheit rumänischer Bürger.
Zugleich löste der Vorfall scharfe Reaktionen auf europäischer und transatlantischer Ebene aus. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, Russland habe eine weitere Grenze überschritten, und bekräftigte die Absicht, den Druck auf Moskau fortzusetzen; die EU bereite demnach eine 21. Sanktionsrunde gegen Russland vor. NATO-Stellen verurteilten das Vorgehen als rücksichtslos und kündigten an, die Verteidigungsmaßnahmen gegen alle Bedrohungen, einschließlich Drohnen, zu verstärken.
Der Vorfall in Galați hat in Rumänien sofortige diplomatische Schritte ausgelöst und breite internationale Zustimmung zu verstärkten Gegenmaßnahmen hervorgerufen. Unterdessen bleibt die Lage Gegenstand laufender Untersuchungen, während die Regierung und ihre Partner über weitere Reaktionen beraten.