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Koordinierte Angriffe bewaffneter Gruppen erschüttern Mali – Kämpfe in Bamako, Kidal und Gao

Explosionen und anhaltende Gefechte wurden in Bamako und mehreren Städten im Norden gemeldet; Militär spricht von Einsätzen gegen 'terroristische Gruppen', Berichte nennen FLA und JNIM als Beteiligte.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Koordinierte Angriffe bewaffneter Gruppen erschüttern Mali – Kämpfe in Bamako, Kidal und Gao
  • Die Angriffe erstrecken sich von der Hauptstadt bis in entlegene Nordstädte
  • internationale Akteure äußern Besorgnis und fordern Unterstützung.

Nach Angaben örtlicher Berichte und offizieller Mitteilungen haben bewaffnete Gruppen in mehreren Regionen Malis koordinierte Angriffe gestartet. In der Hauptstadt Bamako wurden Explosionen sowie anhaltende Schusswechsel gemeldet; zugleich kam es zu Gefechten um Kati, einen wichtigen Militärstandort außerhalb der Stadt. Sicherheitskräfte berichteten von Gegenmaßnahmen, während Teile der Störungen weiterhin andauerten.

Im Mittelpunkt der Offensive standen außerdem Städte im Norden und Zentrum des Landes. Aus Gao, Sévaré und Mopti gingen Kampfmeldungen ein, und in Kidal setzten sich die Gefechte laut lokalen Quellen am Sonntag fort. Dort seien noch Einheiten der malischen Armee und russische Söldner präsent gewesen; Berichte zufolge dauern die Auseinandersetzungen in einigen Gebieten an.

Nach dem Schritt, den die Angreifer unternahmen, erklärten malische Militärs, sie führten Operationen gegen als terroristisch bezeichnete Verbände und hätten Teile der Angreifer zurückgedrängt. Die Streitkräfte gaben an, es habe zahlreiche Tote unter den Angreifern gegeben; diese Angaben sind bislang nicht unabhängig verifizierbar. Beobachter beschrieben die Angriffsserie als die bislang größte koordinierte Offensive jihadistischer Gruppen in mehreren Jahren.

Zugleich bekannte sich die separatistische Azawad Liberation Front (FLA) zu Aktivitäten im Norden und gab an, die Offensive gemeinsam mit Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin (JNIM) geplant zu haben. FLA-Vertreter veröffentlichten unbestätigtes Filmmaterial, das nach ihren Angaben die Einnahme eines Militärlagers in Kidal sowie ein abgeschossenes Hubschrauberwrack nahe Gao zeigt. Ein FLA-Kommandeur erklärte, die Gruppe habe monatelang auf die Offensive hingearbeitet und wolle Nachschubwege blockieren, um Verstärkungen zu verhindern.

Daneben wurden in Bamako Sicherheitsmaßnahmen verschärft: Kontrollstellen an Zufahrtswegen zum Flughafen wurden eingerichtet, Fahrzeuge durchsucht und eine nächtliche Ausgangssperre von 21:00 bis 06:00 Uhr für die kommenden drei Nächte verhängt. Internationale Stellen reagierten mit Besorgnis: Afrikanische und UN-Vertreter äußerten Anteilnahme und forderten koordinierte Unterstützung, während das US-Außenministerium die Angriffe verurteilte und Unterstützung für Mali bekundete. Reisehinweise mehrerer Länder empfehlen, nicht notwendige Reisen in das Land zu unterlassen.