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Koordinierte Angriffe bewaffneter Gruppen treffen Mali – Kämpfe in Bamako, Nord- und Zentralstädten

Explosive Detonationen und anhaltende Schusswechsel erschütterten Bamako; zugleich gab es Gefechte in Kidal, Gao, Sevare und Mopti. Separatisten und Dschihadisten führten eigenen Angaben zufolge eine koordinierte Offensive durch.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Koordinierte Angriffe bewaffneter Gruppen treffen Mali – Kämpfe in Bamako, Nord- und Zentralstädten
  • Malis Streitkräfte gaben an, Gegenangriffe zu fahren
  • internationale Akteure verurteilten die Gewalt und warnten vor Risiken für die Zivilbevölkerung.

Nach Angaben örtlicher Berichte brachen in Mali koordinierte Angriffe bewaffneter Gruppen aus, die am Wochenende Explosionen und anhaltende Schusswechsel in der Hauptstadt Bamako auslösten. Das Militär erklärte am Samstagabend, es wehre Angriffe ab; einigen Angreifern sei bereits die Flucht gelungen. In der Hauptstadt hörten Anwohner Berichten zufolge wiederholt Detonationen und Schüsse, als Sicherheitskräfte gegen die Angreifer vorgingen.

Im Mittelpunkt der Gefechte stand das Gebiet um Kati, einen wichtigen Standort großer Militäranlagen außerhalb von Bamako. Dort wurden nach Angaben von Zeugen Kämpfe gemeldet; gleichzeitig berichteten Quellen von Gefechten im Norden und in der Mitte des Landes, namentlich in Gao sowie in den zentralen Städten Sevare und Mopti. In Kidal im Norden setzten sich die Auseinandersetzungen am Sonntag fort, und dort sei erneut Schusswechsel zu vernehmen gewesen.

Zugleich kündigte die Regierung in Bamako verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an: Auf Zufahrtsstraßen zum Flughafen wurden Kontrollpunkte eingerichtet, Fahrzeuge durchsucht und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Sperre gilt demnach von 21:00 bis 06:00 Ortszeit für mindestens drei Nächte; der internationale Flughafen der Hauptstadt wurde zeitweise geschlossen. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, die Bewegungsfreiheit bewaffneter Gruppen einzuschränken und die Lage in der Stadt zu stabilisieren.

Daneben reagierten internationale Stellen mit scharfer Kritik auf die Gewalt. Vertreter regionaler und globaler Organisationen drückten tiefe Besorgnis aus, forderten Unterstützung und verurteilten die Angriffe. Das US‑Außenministerium sprach den Maliern seine Unterstützung zu und verurteilte die Angriffe. Beobachter wiesen zugleich auf die dramatischen humanitären Risiken für die Zivilbevölkerung hin, falls sich die Kämpfe weiter ausweiten oder in dicht besiedelte Gebiete vordringen.

In Berichten der Angreifer wurde von einer koordinierten Offensive gesprochen: Demnach strebten verschiedene Gruppen eine gemeinsame Operation an und führten nach eigenen Angaben Angriffe an mehreren Fronten. Das Militär wiederum bezeichnete die Angreifer als terroristische Gruppierungen und erklärte, es habe diese in Teilen zurückgedrängt, während in anderen Gebieten weiterhin Gefechte gemeldet wurden. Die Lage bleibt angespannt, und in mehreren Regionen dauern die Berichte über Kämpfe und Sicherheitsmaßnahmen an.