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Koordinierte Angriffe in Mali: Separatisten und Dschihadisten beschreiben gemeinsame Offensive

Explosionen und anhaltende Schusswechsel in Bamako sowie Gefechte in Kati, Gao, Kidal, Sévaré und Mopti; das Militär spricht von hohen Verlusten unter den Angreifern, eine unabhängige Bestätigung liegt bislang nicht vor.

JKCM News Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: Koordinierte Angriffe in Mali: Separatisten und Dschihadisten beschreiben gemeinsame Offensive
  • Die separatistische Azawad Liberation Front und die Dschihadistengruppe JNIM erklärten, gemeinsam landesweit Angriffe gestartet zu haben
  • die Militärjunta meldet, die Angriffe würden abgewehrt.

Nach Angaben lokaler Augenzeugen und Erklärungen von Gruppensprechern kam es in Mali zu explosionsartigen Detonationen und anhaltendem Gewehrfeuer, nachdem bewaffnete Formationen am Samstag koordinierte Angriffe im ganzen Land begonnen hatten. In der Hauptstadt Bamako meldeten Anwohner Schusswechsel; auch Zufahrtsstraßen und Außenposten seien betroffen gewesen. Die Lage in Teilen der Stadt blieb unübersichtlich, während Sicherheitskräfte Maßnahmen zur Kontrolle der wichtigsten Zugänge ergriffen.

Zugleich berichteten Quellen von Gefechten in Kati, dem Standort eines bedeutenden Militärlagers westlich von Bamako, sowie von Kampfhandlungen in den nördlichen Städten Gao und Kidal. Auch die zentral gelegenen Städte Sévaré und Mopti waren nach Angaben von Beobachtern von Angriffen betroffen. Die bewaffneten Gruppen erklärten, die Operation über Monate vorbereitet zu haben und zeitgleich in mehreren Regionen vorzugehen, um befestigte Punkte und Versorgungswege zu stören.

Im Mittelpunkt der Anschuldigungen stehen die separatistische Azawad Liberation Front (FLA) und die dschihadistische Vereinigung Jama'at Nusrat al-Islam wal-Muslimin (JNIM), die beide von einer koordinierten Offensive sprechen. FLA-Sprecher betonten, es habe Absprachen und operative Abstimmung mit JNIM gegeben; beide Seiten veröffentlichten Bild- und Videomaterial, dessen Echtheit bislang nicht verifiziert worden ist. Militärische Quellen erklärten, sie wehrten Angriffe ab und hätten zahlreiche Angreifer tödlich getroffen, eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben fehlt jedoch.