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Kreml warnt baltische Staaten nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Ölhäfen

Moskau warnt baltische Staaten vor Risiken, sollte ihr Hoheitsgebiet für ukrainische Drohnenangriffe auf die Häfen Primorsk und Ust‑Luga genutzt werden; Herkunft und Folgen der Angriffe bleiben Teil der laufenden Gefechtslage.

JKCM News Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: Kreml warnt baltische Staaten nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Ölhäfen
Nach Attacken auf russische Ölhäfen macht der Kreml Drittstaaten mitverantwortlich: Wer Luftraum oder Territorium für feindliche Drohnen dulde, setze sich erheblichen Risiken aus, erklärte die Sprecherin des russischen A

Nach Angaben des russischen Außenministeriums hat Moskau die baltischen Staaten gewarnt, falls diese ukrainischen Drohnen erlaubten, ihr Hoheitsgebiet für Angriffe auf russische Ziele zu nutzen. Die Erklärung von Maria Sacharowa folgte auf Angriffe auf die Häfen Primorsk und Ust‑Luga, die nach russischen Angaben die Ölexporte gestört haben.

Im Mittelpunkt der Botschaft stand die damit verbundene politische Verantwortung von Transitstaaten: Sacharowa sagte, Drittländer, die ihren Luftraum oder ihr Territorium für «Feinddrohnen» zur Verfügung stellten, müssten sich der Risiken bewusst sein. Russland betonte, diese Risiken bereits deutlich gemacht zu haben, und äußerte die Erwartung, dass die betroffenen Staaten die Warnung verstünden.

Zugleich steht die Erklärung in einem breiteren Geflecht gegenseitiger Anschuldigungen. Russland wirft der Ukraine wiederholte Angriffe auf eigene Infrastruktur vor; die ukrainische Seite meldete ihrerseits Treffer in von Russland besetzten Gebieten, darunter die Zerstörung eines Öllagers in Feodosia auf der Krim. Beide Seiten berichten zudem über Beschädigungen militärischer Systeme und Störungen ziviler Versorgungsanlagen.

Daneben bleibt die Lage an mehreren Fronten angespannt. In der Ukraine meldeten regionale Behörden Angriffe auf Brigaden und Energieinfrastruktur sowie Tote und Verletzte infolge russischer Angriffe. Auf russischer Seite wurde berichtet, dass Trümmer eines abgeschossenen Flugkörpers in der Region Krasnodar tödliche Folgen gehabt hätten. Diese Vorfälle unterstreichen die Breite der Gefechte und die damit verbundenen grenzüberschreitenden Gefahren für Zivilisten und Infrastruktur.