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Labour fordert Farage auf, angeblichen Handy‑Hack der Polizei zu melden — sonst tut sie es

Anna Turley setzte Nigel Farage eine 24‑Stunden‑Frist, die behauptete Kompromittierung seines Telefons der Polizei und den Sicherheitsdiensten zu melden; Reform UK erklärt, der Vorfall sei den relevanten Behörden angezeigt worden.

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Titelbild: Labour fordert Farage auf, angeblichen Handy‑Hack der Polizei zu melden — sonst tut sie es
  • Turley forderte Farage auf, Beweise für einen möglichen feindlichen Auslandseingriff sofort den zuständigen Stellen zu übergeben
  • Reform verweist allgemein auf eine Meldung an die Behörden.

Nach Angaben der Labour‑Partei hat deren Vorsitzende Anna Turley Nigel Farage schriftlich aufgefordert, binnen 24 Stunden die von ihm behauptete Kompromittierung seines Mobiltelefons der Polizei und den zuständigen Sicherheitsdiensten zu melden. In ihrem Schreiben verwies sie auf die Bedeutung einer unabhängigen Untersuchung, sollte sich eine Manipulation durch staatliche Akteure bestätigen. Turley betonte, dass eine mögliche Einmischung aus dem Ausland nicht nur den Betroffenen betreffe, sondern auch Fragen zur nationalen Sicherheit und zur Integrität des politischen Prozesses aufwerfe.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht zudem die Verbindung zu einer nicht deklarierten Zuwendung in Höhe von fünf Millionen Pfund von Christopher Harborne. Turley verlangte von Farage eine Erklärung, warum die Zahlung vor der Parlamentswahl 2024 geflossen sei und ob Angaben zu Zweck und Zeitpunkt den geltenden Regeln entsprächen. Farage hatte die Summe zunächst als Sicherheitszahlung beschrieben und später als Anerkennung für seine Brexit‑Arbeit bezeichnet.

Nach dem Schritt, in dem Reform‑Quellen nach Angaben der Berichterstattung einen forensischen Check des Telefons erwähnten, erklärte die Partei, der Vorfall sei den relevanten Behörden gemeldet worden. Turley forderte jedoch klare Nachweise und eine formelle Bestätigung, dass die Ermittlungsbehörden in Kenntnis gesetzt wurden. Gleichzeitig drohte sie, sollte binnen der gesetzten Frist keine Bestätigung erfolgen, dass Labour die Angelegenheit selbst bei Polizei und nationalen Sicherheitsbehörden anzeigen werde.

Daneben äußerte Ciaran Martin, der ehemalige Leiter des National Cyber Security Centre, Skepsis gegenüber Farages Darstellung. Er bezeichnete die Behauptung als völlig unbelegt und wies darauf hin, dass sich allein anhand einer Untersuchung eines Handys schwer auf eine bestimmte Staatseinmischung schließen lasse. Gleichwohl rief Martin Farage auf, den Vorfall formell den Behörden zu melden, angesichts der Schwere der Anschuldigungen.

Zugleich verschärft die Aufforderung Turleys den politischen Druck auf Farage und Reform UK, konkrete Belege vorzulegen oder Ermittlungen zu ermöglichen. Bislang liegen von Polizei oder Sicherheitsdiensten keine unabhängigen Bestätigungen für eine laufende Untersuchung vor. Die Debatte konzentriert sich damit auf die Frage, ob die mutmaßlichen technischen Eingriffe und die Hintergründe der Millionen‑Zuwendung lückenlos und transparent geklärt werden können.