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Louisiana zahlt 4,85 Mio. Dollar an Tochter von Black Motorist Ronald Greene

Nach Mediation einigen sich Staatspolizei und Sheriff’s Office auf Vergleich in Zivilklage um tödliche Festnahme 2019

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Louisiana zahlt 4,85 Mio. Dollar an Tochter von Black Motorist Ronald Greene
Ein Mediationsvergleich beendet eine langjährige Zivilklage nach der gewaltsamen Festnahme von Ronald Greene im Mai 2019.

Nach Angaben aus direkten Verhandlungskreisen haben die Louisiana State Police und ein örtliches Sheriff’s Office einem Vergleich in Höhe von 4,85 Millionen US-Dollar zugestimmt. Die Zahlung ist für die Tochter von Ronald Greene vorgesehen; die Einigung wurde in einer Mediation erzielt, die am Dienstagabend abgeschlossen wurde. Sie beendet damit eine zivilrechtliche Auseinandersetzung, die seit der öffentlichen Bekanntmachung des Falles 2019 immer wieder nationale Aufmerksamkeit erregt hat.

Im Mittelpunkt der Klage stand die Frage, ob die Behörden für den Tod von Greene haftbar sind. Greene war am 10. Mai 2019 bei einer Festnahme in der Nähe von Monroe, Louisiana, gestorben. Videoaufnahmen, die später veröffentlicht wurden, zeigten Einsatzkräfte, die Greene mit Elektroschockgeräten setzten, ihn am Boden fixierten und mehrfach schlugen, während er um Gnade bat. Zudem zeigten Fotos und medizinische Unterlagen deutliche Verletzungen und vermerkten das Auffinden von Stachelspitzen im Rücken des Verstorbenen.

Nach dem Schritt der Veröffentlichung wandelte sich die anfängliche Darstellung der Behörden. Zunächst war von einem tödlichen Autounfall nach einer Verfolgung die Rede gewesen; diese Darstellung geriet jedoch in Zweifel, als Widersprüche in den Belegen erkennbar wurden und behandelnde Mediziner die Umstände als nicht stimmig beschrieben. Späteres Ermittlungs- und Strafverfahren führten zu Anklagen gegen mehrere beteiligte Beamte, am Ende aber nur zu Verurteilungen wegen einfacher Körperverletzung gegen zwei von ihnen, die keine Einwände einlegten. Ein weiterer ursprünglich angeklagter Beamter starb 2020 bei einem Unfall, nachdem ihm offenbar seine Entlassung angekündigt worden war.

Zugleich blieb die strafrechtliche Aufarbeitung begrenzt. Bundesbehörden zogen letztlich keine Anklagen nach, und die zivilrechtliche Klage der Tochter war einer der verbleibenden Wege, den Vorfall juristisch zu adressieren. Vertreter staatlicher Politik wurden im Anschluss an die Mediation nicht sogleich vernehmbar; auch ein Anwalt der Klägerin war zunächst nicht erreichbar. Die Vereinbarung gilt in den Verhandlungsakten als eine der bedeutenderen zivilrechtlichen Regelungen in diesem Fall und markiert eine formale Schlusslinie unter einen Fall, der Debatten über Polizeigewalt und Verantwortlichkeit befeuerte.