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Marty Makary tritt als FDA‑Kommissar zurück nach monatelangen Kontroversen

Der Rücktritt beendet eine 13‑monatige Amtszeit, in der Makary wiederholt mit Weißen Haus, Kongress und Wissenschaftlern aneinandergeriet; Kyle Diamantas übernimmt kommissarisch.

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Titelbild: Marty Makary tritt als FDA‑Kommissar zurück nach monatelangen Kontroversen
  • Trump bestätigt Makarys Rücktritt und nennt Kyle Diamantas als kommissarischen Nachfolger
  • Makary hob Reformen und schnellere Prüfungen hervor.

Nach Angaben hat Marty Makary am Dienstag seinen Rücktritt als Kommissar der US Food and Drug Administration (FDA) eingereicht und damit eine 13 Monate andauernde, teils konfliktreiche Amtszeit beendet. Seine Führung war wiederholt Gegenstand von Spannungen mit dem Weißen Haus, dem Kongress, der Industrie und wissenschaftlichen Kreisen.

Im Mittelpunkt der Personalentscheidung steht die Benennung von Kyle Diamantas, bislang oberster Lebensmittelbeamter der Behörde, zum kommissarischen Leiter. Präsident Donald Trump bestätigte den Wechsel auf Truth Social, lobte Diamantas als sehr talentierte Person und dankte zugleich Makary für dessen Arbeit.

Nach dem Schritt teilte Makary, über einen von Trump verbreiteten Text, mit, sein Rücktritt trete mit sofortiger Wirkung in Kraft. Er verwies darin auf eine Reihe von von ihm hervorgehobenen Reformen: kürzere Arzneimittelprüfzeiten, neue Leitlinien für Psychedelika, einen Weg zur Zulassung von Medikamenten für seltene Erkrankungen und Änderungen bei Hormonlabeln. Die Mitteilung erschien vor dem Hintergrund mehrerer Berichte über interne Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Behörde.

Zugleich war Makary in mehrere umstrittene Entscheidungen involviert. Er hatte zunächst die Zulassung der ersten fruchtaromatisierten E‑Zigaretten zurückgestellt, bevor die Behörde die Prüfung der Zulassung in der vergangenen Woche wieder aufnahm. Zudem zogen sich Debatten um die Überprüfung des Abtreibungsmittels Mifepriston und um Entscheidungen in der Impfstoffforschung durch seine Amtszeit.

Daneben sorgten Berichte über das Zurückhalten von Studienergebnissen und umstrittene Ablehnungen für Kritik von ehemaligen Behördenvertretern und Beobachtern. So wurde eine anfängliche Ablehnung der Prüfung eines neuen Grippeimpfstoffs von Moderna nach öffentlicher Kritik revidiert, und es gab Kritik an Entscheidungen, die als hemmend für die Veröffentlichung sicherheitsrelevanter Forschung wahrgenommen wurden.

In Washington bleibt das Innenleben der Behörde ein Thema auf Capitol Hill, während die Verwaltung einen geordneten Übergang der Führung ankündigt. Makarys Abschied beendet eine Phase intensiver Auseinandersetzungen über Politik und Wissenschaft in der FDA und eröffnet zugleich die Frage, wie sich die Behörde unter kommissarischer Leitung weiter positionieren wird.