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Trump startet nächtliche Social‑Media‑Offensive mit mehr als 50 Beiträgen

Kurz vor seiner China‑Reise veröffentlichte der US‑Präsident in wenigen Stunden dutzende Beiträge auf Truth Social, darunter manipulierte Bilder und Aufforderungen zu Strafverfolgungen gegen politische Gegner.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Trump startet nächtliche Social‑Media‑Offensive mit mehr als 50 Beiträgen
Kurz vor dem Treffen mit Xi Jinping löste Trump auf Truth Social eine nächtliche Flut von Beiträgen aus, die Feindbilder, Fälschungen und Angriffe auf Medien und Politiker enthielten.

Nach Angaben veröffentlichter Berichte postete US‑Präsident Donald Trump in einer späten Nachtphase binnen etwa drei Stunden mehr als 50 Beiträge auf seinem Netzwerk Truth Social. Die Veröffentlichungen erstreckten sich bis in die frühen Morgenstunden und richteten sich wiederholt gegen politische Rivalen, Teile der Justiz und Medienvertreter.

Im Mittelpunkt der Angriffe standen frühere Amtsinhaber und führende Demokraten: Trump wiederholte unbelegte Anschuldigungen gegen Barack Obama, bezeichnete ihn als Verräter und teilte manipulierte Bilder, die Obama, Joe Biden und Nancy Pelosi im Lincoln Memorial Reflecting Pool zeigten. In den veränderten Darstellungen war der Pool mit Abwasser gefüllt; die Bilder erschienen mit abwertenden Kommentaren gegenüber politischen Gegnern. Einige der Beiträge wurden auf seiner Plattform hervorgehoben.

Zugleich griff der Präsident die New York Times scharf an, nachdem die Zeitung berichtet hatte, dass ein rund 6,9 Millionen Dollar schwerer Auftrag zur Sanierung des Reflecting Pool an ein Unternehmen vergeben worden sei, das zuvor ein Schwimmbad auf Trumps Golfgelände renoviert hatte. Trump verteidigte die Arbeiten als komplexe und anspruchsvolle Aufgabe und wies die Kritik an der Vergabe zurück. Weitere Zielpersonen seiner Tiraden waren der Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, der Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, sowie Hillary Clinton.

Inzwischen fielen die Postings nur wenige Stunden vor einer wichtigen Auslandsreise des Präsidenten nach China zusammen. Die Social‑Media‑Offensive setzte sich in eine Zeit, in der steigende Lebenshaltungskosten und die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran in der öffentlichen Debatte eine große Rolle spielen. Noch am selben Tag hatte Trump Unterstützungsbekundungen für Maßnahmen zur Begrenzung stark gestiegener Treibstoffpreise geäußert.

Daneben wiederholte der Präsident in seinen späten Beiträgen alte Vorwürfe zur Präsidentschaftswahl 2020 und äußerte Kritik an von ihm berufenen konservativen Richtern, die sich in letzter Zeit gegen einige seiner Positionen gestellt hätten. Die breite Palette an Vorwürfen, Bildern und Forderungen zu Strafverfolgungen spiegelte eine offensive Kommunikationsstrategie wider, die die innenpolitischen Spannungen vor einer international beachteten Reise weiter anheizte.