Senat bestätigt Kevin Warsh als Fed‑Gouverneur – Weg frei für Stimmgang zum Vorsitz
Mit 51 zu 45 Stimmen bestätigt der Senat Warsh als Fed‑Gouverneur; die Entscheidung über den Vorsitz steht unmittelbar bevor.
- Die Zustimmung bringt Kevin Warsh der Fed‑Spitze näher
- die Abstimmung über den Vorsitz ist für Mittwoch angesetzt.
Nach Angaben des US‑Senats hat Kevin Warsh am Dienstag eine entscheidende Hürde genommen: Die Kammer billigte seine Nominierung zum Gouverneur der Federal Reserve mit 51 zu 45 Stimmen. Die Abstimmung verlief überwiegend entlang der Parteilinien; lediglich Senator John Fetterman (D‑Pa.) stimmte für die Kandidatur des von Präsident Donald Trump nominierten Bewerbers.
Im Mittelpunkt steht nun die separate Abstimmung über den Posten des Fed‑Vorsitzenden, die für Mittwoch erwartet wird. Warsh saß bereits zwischen 2006 und 2011 im Board of Governors; im Fall einer Bestätigung würde er zum Vorsitzenden ernannt, dessen Amtszeit vier Jahre beträgt, während die Mandate der Gouverneure üblicherweise 14 Jahre laufen.
Zugleich bedeutet Warshs Bestätigung das vorzeitige Ende der kurzen Amtszeit von Stephen Miran im Board. Miran, ebenfalls von Präsident Trump nominiert, hatte die Vakanz besetzt, die durch den Rücktritt von Adriana Kugler im August 2025 entstanden war. Mit dem Wechsel rückt die künftige Zusammensetzung des Board erneut in den Fokus, weil sie Einfluss auf die Ausrichtung der Geldpolitik haben wird.
Daneben werfen die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein schärferes Licht auf die Personalentscheidung. Der Krieg mit Iran und die im vergangenen Jahr eingeführten Zölle haben nach Angaben der Vorlage den Inflationsdruck erhöht und die Teuerungsraten auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren gehoben. Gleichzeitig zeigt der Arbeitsmarkt ein gemischtes Bild: Die Arbeitslosigkeit bleibt moderat, auch wenn das Beschäftigungswachstum schwankt.