Mann von Frontier‑Flug an Denver‑Startbahn erfasst: Todesursache als Suizid eingestuft
Der 41‑jährige Michael Mott überwand am Freitagabend eine rund acht Fuß hohe Umzäunung am Denver International Airport und wurde knapp zwei Minuten später von einem abhebenden Frontier‑Flug erfasst, wie Ermittler berichten.
- Gerichtsmediziner stuft Tod als Suizid ein
- Flughafen verteidigt Perimeterschutz und verweist auf mehrere Sicherheitslagen.
Nach Angaben der städtischen Gerichtsmedizin starb der 41‑jährige Michael Mott infolge eines Suizids, nachdem er am Freitagabend die Startbahn des Denver International Airport betreten und dort von einem abhebenden Frontier‑Flug erfasst worden war. Sterling McLaren, ein Vertreter der Gerichtsmedizin, nannte als Todesursache multiple stumpfe und scharfe Verletzungen. Die Einstufung beruht demnach auf den Untersuchungsergebnissen und den Befunden am Unfallort.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der eng getaktete Ablauf unmittelbar vor dem Zusammenstoß. Flughafengeschäftsführer Phillip Washington sagte, Mott habe eine rund acht Fuß hohe, mit Stacheldraht versehene Umzäunung überwunden und sei binnen etwa zwei Minuten auf die Pistenfläche gelangt. Bodensensoren hatten in der Nähe des Übertritts einen Alarm ausgelöst; ein Prüfer habe zunächst Wildtiere festgestellt, bevor die Kameraansicht zwischen diesen Tieren und der Person wechselte, wodurch eine frühzeitige Intervention nicht möglich gewesen sei.
Zugleich richten sich Fragen auf die Sicherheit am Flughafen. Die Umzäunung des Flughafens erstreckt sich über 36 Meilen, und Washington betonte, das Gelände entspreche den Vorgaben der Transport Security Administration. Er verteidigte das bestehende mehrschichtige Sicherheitskonzept aus Patrouillen und technischer Überwachung, räumte aber ein, dass ein entschlossener Eindringling trotz Maßnahmen einen Weg finden könne, die Barriere zu überwinden. Der Flughafen prüfe nun mögliche Verbesserungen, nannte jedoch keine konkreten Änderungen an Höhe oder Elektrifizierung des Zauns.
Inzwischen wurden die Abläufe an Bord des betroffenen Flugzeugs skizziert: Frontier Flug 4345 war auf dem Weg zum Los Angeles International Airport und hatte 224 Passagiere sowie sieben Besatzungsmitglieder an Bord. Mott wurde in die Triebwerkszone gezogen, woraufhin ein Feuer ausbrach und die Maschine evakuiert werden musste. Zwölf Personen an Bord meldeten leichte Verletzungen; fünf wurden in Krankenhäuser gebracht, von denen vier inzwischen entlassen wurden.
Daneben laufen polizeiliche Ermittlungen zu Motts Hintergrund. Die Behörden prüfen Kontakte, die er zuvor mit der regionalen Strafverfolgung gehabt habe, sowie Hinweise auf mögliche psychische Probleme. Unklar ist weiterhin, wie Mott sich dem Zaun genähert hatte; in der umgebenden Ackerfläche an der östlichen Perimeterlinie fanden Ermittler weder ein Fahrzeug noch ein Fahrrad.