Macron verkündet €93 Milliarden an Zusagen bei Choose France – Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und Rechenzentren
Bei der jährlichen Choose France‑Konferenz in Versailles kündigte Präsident Emmanuel Macron Zusagen in Höhe von €93 Milliarden an, mit starkem Fokus auf KI‑Infrastruktur und Datenzentren.
- Macron bezeichnete die Summe als historischen Rekord: €93 Milliarden zugesagt, darunter €45 Milliarden von SoftBank
- Projekte sollen über 15.000 Arbeitsplätze schaffen.
Nach Angaben von Präsident Emmanuel Macron stand bei der diesjährigen Choose France‑Konferenz in Versailles die Anwerbung ausländischer Investitionen in Technologieprojekten im Mittelpunkt. Er sagte, die Veranstaltung habe Zusagen in Höhe von insgesamt €93 Milliarden zusammengeführt, eine Summe, die er als historischen Rekord bewertete und die nach seinen Angaben mehr als 15.000 Arbeitsplätze schaffen soll.
Zugleich nannte Macron konkrete Schwerpunktbereiche: Ein erheblicher Teil der angekündigten Mittel sei für künstliche Intelligenz und Rechenzentren vorgesehen. Weitere Erwähnungen bezogen sich auf Halbleiter, kritische Minerale, Stahl sowie Gesundheitsprojekte. Macron hob hervor, dass diese Investitionen Frankreich zu einem führenden Standort für Rechenzentren in Europa machen und die verfügbaren Rechenkapazitäten auf dem Kontinent stärken würden.
Ein zentrales Commitment stammt von SoftBank: Macron sprach von Zusagen in Höhe von €45 Milliarden durch den japanischen Investor. Er verwies darauf, dass SoftBank‑Gründer Masayoshi Son massive Mittel für KI‑Infrastruktur in Aussicht gestellt habe, inklusive großer Datenzentrumsvorhaben in Nordfrankreich. Son habe zudem den französischen Atomstrommix als entscheidenden Standortvorteil genannt.
Weitere Großprojekte ergänzen das Paket: Geplante Investitionen reichen demnach von einem von Brookfield ins Auge gefassten Datenzentrum in Escaudain mit rund $10 Milliarden bis zu einem $5‑Milliarden‑Projekt von Ardian und dem nordischen Betreiber Verne für die Pariser Region. Salesforce kündigte Investitionen von $2 Milliarden bis 2030 an, einschließlich eines KI‑Hubs in Paris. Zudem sind industrielle Vorhaben genannt worden, etwa eine Produktionslinie für KI‑Motherboards in Angers in Partnerschaft mit einem französischen Supercomputer‑Spezialisten, und zusätzliche Arbeitsplätze in Logistikzentren eines großen Onlinehändlers.
Daneben räumte Macron ein, dass Zusagen in konkrete Produktion und Beschäftigung überführt werden müssen, und verwies auf staatliche Initiativen zur Stärkung von Quantentechnologien und Halbleitern. Er stellte die neuen Projekte als Bausteine dar, um Frankreichs Stellung als Anziehungspunkt für technologiebezogene Auslandsinvestitionen zu festigen und die europäische Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Rechenkapazität gegenüber den Vereinigten Staaten und China zu erhöhen.