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Mehr als 500 ukrainische Drohnenangriffe auf Russland, drei Tote bei Angriffen rund um Moskau

Russlands Luftabwehr meldet Abschüsse Hunderter Drohnen; Angriffe reihten sich in eine neue Eskalationswelle nach dem Ende einer kurzen Waffenruhe ein.

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Titelbild: Mehr als 500 ukrainische Drohnenangriffe auf Russland, drei Tote bei Angriffen rund um Moskau
  • Mehr als 500 Drohnenangriffe in mehreren russischen Regionen, drei Tote bei Vorfällen rund um Moskau
  • Nachbarstaaten melden Zwischenfälle im Zusammenhang mit der Luftkriegführung.

Nach Angaben russischer Behörden sind in der vergangenen Nacht mehr als 500 Drohnenangriffe gegen Ziele in Russland geflogen worden. Das Verteidigungsministerium teilte mit, Luftabwehrkräfte hätten 556 unbemannte Flugkörper in über einem Dutzend Regionen, darunter dem Raum Moskau, abgeschossen; in der Umgebung der Hauptstadt wurden ersten Meldungen zufolge drei Menschen getötet.

Im Mittelpunkt der Vorgänge steht eine offenbar verschärfte Runde wechselseitiger Attacken zwischen Moskau und Kiew. Der Vorstoß folgte einer Ankündigung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Vergeltungsschläge als Reaktion auf einen früheren russischen Angriff auf Kiew durchzuführen, bei dem zuvor 24 Menschen getötet worden waren. Beobachter sehen die jüngste Gewaltserie auch im Zusammenhang mit dem Ablauf einer dreitägigen Waffenruhe und einem vor Kurzem vollzogenen Gefangenenaustausch.

Nach dem Schritt registrierten Behörden in mehreren Nachbarstaaten Vorfälle, die mit der Luftkriegführung in Verbindung gebracht werden. In Rumänien entdeckten Sicherheitskräfte in einem Dorf in der Südtulcea ein nicht explodiertes Projektil auf einem Grundstück; die nationale Verteidigungsbehörde machte keine abschließende Angabe zur Herkunft des Geschosses. Bereits zuvor waren nach Abschüssen von Drohnen Fragmente über rumänischem Gebiet niedergegangen, nachdem unbemannte Flugkörper ukrainische Häfen an der Donau angegriffen hatten.

Gleichzeitig hat die Eskalation politische Reaktionen in der Nato-Region ausgelöst. Die Führungen der 14 Ostflankenstaaten forderten eine rasche Konsolidierung der Luftabwehr gegen Raketen und Drohnen, angesichts wiederholter Grenzverletzungen und abgestürzter Drohnen. In Lettland führten Zwischenfälle mit unbemannten Flugeinheiten zu einer Regierungs- und Debattenkrise über Abwehrfähigkeit und Verantwortlichkeiten, nachdem Drohnen in nationale Einrichtungen eingeschlagen waren.