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Melania Trump distanziert sich öffentlich von Jeffrey Epstein und fordert Kongressanhörungen

Mit einer seltenen öffentlichen Erklärung am Weißen Haus brachte die First Lady die Epstein‑Affäre neu ins Rampenlicht und löste umgehend starke Reaktionen aus.

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Titelbild: Melania Trump distanziert sich öffentlich von Jeffrey Epstein und fordert Kongressanhörungen
Mit einer vorbereiteten Stellungnahme rückt Melania Trump die Epstein‑Affäre wieder in den Fokus und verlangt öffentliche Kongressanhörungen für Überlebende.

Nach Angaben von Augenzeugen trat Melania Trump am Donnerstag überraschend ans Rednerpult am Weißen Haus und wandte sich in einer kurzen vorbereiteten Erklärung an die Öffentlichkeit. Sie erklärte unmissverständlich, die Behauptungen über eine Verbindung zu Jeffrey Epstein müssten beendet werden, und betonte, sie habe weder eine Beziehung zu Epstein oder Ghislaine Maxwell gehabt noch sei Epstein ihr Ehemann vorgestellt worden; von seinen Verbrechen habe sie nichts gewusst. Am Ende ihrer Ansprache forderte sie öffentliche Kongressanhörungen, damit Überlebende ihre Aussagen vortragen könnten.

Gleichzeitig sorgte der Auftritt für organisatorische Verwirrung in Washington: Die Stellungnahme erfolgte ohne Vorwarnung für viele in der Verwaltung, US‑Kabelsender unterbrachen ihre Berichterstattung zu außenpolitischen Themen und übertrugen die Rede live. Präsident Trump sagte nach der Erklärung, er habe nicht gewusst, dass seine Frau sprechen werde; zuvor hatte ein Sprecher der First Lady zunächst anderes angedeutet. Die ungewöhnliche Kurzfristigkeit des Auftritts verstärkte die Aufmerksamkeit auf das Motiv und das Timing der Erklärung.

Die Äußerungen riefen umgehend heftige Reaktionen von Überlebenden hervor. Dreizehn Betroffene sowie die Familie von Virginia Roberts Giuffre veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie den Aufruf an weitere Opfer, öffentlich auszusagen, als Verschiebung der Verantwortung kritisierten und der Regierung sowie der Justiz mangelnde Transparenz vorwarfen. Marina Lacerda, eine der Unterzeichnerinnen, die den Angaben zufolge zur Zeit der Taten minderjährig war, wies die Initiative in einem in den sozialen Medien verbreiteten Video scharf zurück.

Zugleich gab es auch unterstützende Stimmen unter den Überlebenden. Lisa Phillips nannte den Vorschlag, den Betroffenen eine Plattform zu geben, einen mutigen Schritt, forderte aber zugleich konkrete Maßnahmen statt bloßer Worte. Medien und Ermittlerinnen beschrieben das Timing der Erklärung als überraschend; investigative Journalistinnen verwiesen darauf, dass Melania Trump in den bisher zirkulierenden Epstein‑Akten kaum eine zentrale Rolle spiele und ihre Motive für den öffentlichen Auftritt offen blieben.

Daneben entzündete die Rede eine erneute Debatte über die Rolle der Strafverfolgungsbehörden: Demokraten bestehen darauf, dass das Justizministerium bislang nicht ausreichend Unterlagen freigegeben habe. Demnach wurden von rund sechs Millionen Seiten bislang 3,5 Millionen Dokumente veröffentlicht; rechtliche Beschränkungen werden als Grund für die Zurückhaltung weiterer Akten genannt.

Unterdessen koordinieren einige Überlebende ihre nächsten Schritte und verlangen konkretisierte Aufklärung sowie Maßnahmen vonseiten der Regierung und des Kongresses. Die überraschende Stellungnahme der First Lady hat die Debatte um Jeffrey Epstein und die Aufarbeitung seiner Akten in Washington wieder deutlich angefacht.