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Melania Trump stellt sich öffentlich von Jeffrey Epstein los und fordert Anhörungen

Mit einer überraschenden Erklärung am Weißen Haus rückt die First Lady den Epstein‑Skandal erneut ins Zentrum der Debatte; Überlebende und Politiker reagieren gespalten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Melania Trump stellt sich öffentlich von Jeffrey Epstein los und fordert Anhörungen
  • Melania Trump sagte, sie habe weder eine Beziehung zu Jeffrey Epstein noch sei sie von ihm oder Ghislaine Maxwell ihrem Ehemann vorgestellt worden
  • sie forderte öffentliche Kongressanhörungen für Überlebende.

Nach Angaben von Augenzeugen trat Melania Trump am Donnerstag ans Weiße‑Haus‑Pult und eröffnete ihre Rede mit einer direkten Distanzierung: Die Behauptungen, sie habe Verbindungen zu Jeffrey Epstein, müssten sofort beendet werden. Die Ankündigung zog rasch mediale Aufmerksamkeit nach sich; US‑Kabelsender unterbrachen teilweise ihre zuvor laufende Berichterstattung zur Iran‑Ansprache des Präsidenten, um die Stellungnahme der First Lady live zu übertragen.

Im Mittelpunkt ihrer vorbereiteten Erklärung stand die Wiederholung, dass sie weder eine Beziehung zu Epstein oder dessen Vertrauter Ghislaine Maxwell gehabt habe, noch durch Epstein mit ihrem Ehemann bekanntgemacht worden sei. Sie erklärte außerdem, von den Verbrechen Epsteins nichts gewusst zu haben, und schloss mit der Forderung nach öffentlichen Kongressanhörungen, damit Überlebende vor Zeugen aussagen und die Vorgänge aufgeklärt werden könnten.

Gleichzeitig löste der unerwartete Zeitpunkt der Erklärung Spekulationen über politische Motive aus. Vertraute Kreise in der Administration gaben an, es habe keine Vorwarnung gegeben; auch der Präsident erklärte, er habe nicht gewusst, dass seine Frau diese Stellungnahme abgeben würde. Beobachter wiesen darauf hin, dass die First Lady bislang selten zu solch dramatischen öffentlichen Auftritten gegriffen habe und bislang meist juristisch auf Vorwürfe reagierte.

Daneben fiel die Reaktion von Überlebenden und politischen Akteuren unterschiedlich aus. Dreizehn Überlebende sowie die Familie von Virginia Roberts Giuffre veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie das Vorstoßen zu weiteren Zeugenaussagen als Verschiebung der Verantwortung kritisierten und die US‑Justiz für eine ihrer Ansicht nach unvollständige Herausgabe von Dokumenten rügten. Andere Überlebende begrüßten hingegen die Aufforderung zu öffentlichen Anhörungen, stellten aber Bedingungen und forderten konkrete Schritte statt alleiniger Symbolpolitik.

Unterdessen richtete die Debatte auch den Blick auf den Umfang bereits freigegebener Akten: Von rund sechs Millionen Dokumenten seien 3,5 Millionen veröffentlicht worden, während weitere Unterlagen rechtlichen Beschränkungen unterlägen. Die Erklärung der First Lady hat die Diskussion über Transparenz und politische Verantwortung im Fall Epstein somit erneut angefacht und die Forderung nach Klarheit und Zeugenaussagen in den Mittelpunkt gerückt.