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Meloni bietet Wiederaufbaupläne für Energieinfrastruktur an und drängt auf Freihalten der Straße von Hormus

Bei einer überraschenden zweitägigen Reise in den Persischen Golf sicherte Italiens Regierungschefin Unterstützung beim Wiederaufbau beschädigter Energieanlagen zu und rief zu gemeinsamer Anstrengung zur Sicherung der Straße von Hormus auf.

Euronews 2 Min Lesezeit
Titelbild: Meloni bietet Wiederaufbaupläne für Energieinfrastruktur an und drängt auf Freihalten der Straße von Hormus
Meloni kündigte technische Hilfe für die Wiederherstellung von Energieinfrastruktur an und forderte dringende Kooperation zur Gewährleistung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus.

Italiens Premierministerin Giorgia Meloni hat eine zweitägige Reise in den Persischen Golf abgeschlossen, die sie nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate führte, nach vorherigen Beratungen in Saudi-Arabien. Im Zentrum der Gespräche standen die Wiederherstellung der Energieversorgung und die Sicherheit der Schifffahrtswege. Meloni betonte die Bereitschaft Italiens, beim Wiederaufbau beschädigter Energieinfrastruktur technische Unterstützung zu leisten, nachdem Lieferungen infolge von Beschädigungen in der Region beeinträchtigt worden waren.

In Doha traf Meloni den Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al-Thani, und diskutierte mit ihm diplomatische Maßnahmen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten sowie Schritte zur Stabilisierung der Energieversorgung. Die italienische Regierungschefin hob die Notwendigkeit hervor, die Versorgungssicherheit zu stärken, da Ausfälle bei Gaslieferungen bereits spürbare Auswirkungen mit sich gebracht haben. Ihre Angebote zur Unterstützung zielten auf die Rehabilitation kritischer Anlagen und die Sicherstellung verlässlicher Lieferketten.

Ein zentrales Anliegen der Reise war die Lage in der Straße von Hormus. Meloni forderte die Länder der Region zu enger Kooperation auf, um die Freiheit der Schifffahrt in der strategisch wichtigen Meerenge zu garantieren. In Jeddah hatte sie zuvor mit Saudi-Arabiens Kronprinzen Mohammed bin Salman über defensive militärische Unterstützung und Wege zur Absicherung von Energiezufuhren gesprochen. Die Sicherung der Schifffahrtsrouten gilt als Schlüssel zur Vermeidung weiterer Unterbrechungen der internationalen Energieversorgung.

In Abu Dhabi sprach Meloni mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al-Nahyan, und bedankte sich für die Unterstützung bei Evakuierungs- und Rückführungsmaßnahmen für italienische Staatsangehörige. Die Gespräche umfassten zudem gemeinsame Investitionen in Sicherheit, Verteidigung und kritische Infrastruktur sowie Kooperationen zur Steuerung von Migrationsbewegungen über das Mittelmeer. Konkrete Zusagen zu solchen Projekten wurden als Beitrag zur langfristigen Stabilisierung der Region dargestellt.

Melonis Reise war die erste Visite eines EU-, G20- und NATO-Staatsoberhaupts in die Region seit Ausbruch des Konflikts Ende Februar. In Italien löste die Mission unterschiedliche Reaktionen aus: Während der ehemalige Premier und Parteichef einer Mitte-Partei die Reise als politisch kluge Entscheidung wertete, übten die Demokratische Partei und die Grüne Linke Kritik an dem Vorgehen der Regierung. Die Reise war offenbar kurzfristig geplant und blieb aus Sicherheitsgründen weitgehend vertraulich.