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Mieten in Spanien erreichen Rekord: Durchschnittlich 50% des Bruttogehalts gehen für Miete drauf

Studie von InfoJobs und Fotocasa zeigt: 2025 stiegen Mieten deutlich stärker als Gehälter; Madrid und Barcelona besonders betroffen.

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Titelbild: Mieten in Spanien erreichen Rekord: Durchschnittlich 50% des Bruttogehalts gehen für Miete drauf
Die Wohnkostenkrise verschärft sich: Nettomieten klettern deutlich schneller als ausgeschriebene Löhne und belasten Haushalte massiv.

Nach Angaben einer gemeinsamen Auswertung von InfoJobs und Fotocasa erreichte der Anteil des Bruttogehalts, den Spanier für die Miete aufwenden, 2025 einen Rekordwert von 50 Prozent. Damit liegt die Belastung vier Prozentpunkte über dem Niveau von 2024 und zwölf Punkte über dem Stand von 2019. Diese Entwicklung markiert einen deutlichen Einschnitt in der Erschwinglichkeit von Wohnraum.

Im Mittelpunkt der Analyse steht die wachsende Entkopplung von Mietkosten und Lohnentwicklung. Während die inserierten Jahresbruttogehälter im Jahresvergleich nur um rund ein Prozent zulegten, stiegen die Angebotsmieten im Schnitt um 6,9 Prozent. Der mittlere Mietpreis wurde mit 14,21 Euro pro Quadratmeter und Monat beziffert, was die monatlichen Wohnkosten für Durchschnittshaushalte deutlich angehoben hat.

Als Referenz rechneten die Studienautoren mit einer 80-Quadratmeter-Wohnung: Danach kletterte die durchschnittliche Jahresmiete auf 13.642 Euro, was in etwa der Hälfte des nationalen durchschnittlichen Bruttojahresgehalts von 27.336 Euro entspricht. Fotocasa bezeichnet die Lage als Wendepunkt und spricht von einer echten 'Wohnungsnotlage', weil der Mietanteil deutlich über den international empfohlenen Werten liegt.

Regional fallen die Unterschiede stark aus. Madrid und Katalonien verzeichnen mit 71 beziehungsweise 70 Prozent die höchsten Belastungen, gefolgt von den Balearen (64%), dem Baskenland (58%) und den Kanarischen Inseln (56%). Auf Provinzebene zeigt sich eine noch stärkere Spreizung: Barcelona liegt mit 76 Prozent an der Spitze, Madrid folgt mit 72 Prozent. Dem gegenüber stehen Provinzen wie Jaén, Teruel oder Cáceres, in denen der Mietanteil nur bei rund einem Viertel bis knapp einem Drittel des Bruttogehalts liegt.

Zugleich mahnt InfoJobs, dass die geringe Lohnentwicklung die finanziellen Spielräume der Haushalte einschränkt. Die vergleichsweise geringe Gehaltssteigerung von etwa 276 Euro im Jahresvergleich reicht nicht aus, um die deutliche Teuerung der Mieten auszugleichen. Das Ergebnis ist eine verringerte Sparfähigkeit, eingeschränkte Arbeitsmarktmobilität und die Verzögerung wichtiger Lebensentscheidungen wie Auszug aus dem Elternhaus oder Familiengründung.