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Mietkosten in Spanien erreichen Rekordniveau – Haushalte geben 50% des Bruttogehalts für Miete aus

Gemeinsame Analyse von Fotocasa und InfoJobs zeigt: Mietsteigerungen überholen Löhne deutlich; besonders betroffen sind Madrid und Barcelona.

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Titelbild: Mietkosten in Spanien erreichen Rekordniveau – Haushalte geben 50% des Bruttogehalts für Miete aus
2025 mussten Spanier im Schnitt die Hälfte des Bruttodurchschnitts für Miete aufbringen.

Nach Angaben der gemeinsamen Auswertung von Fotocasa und InfoJobs stieg die durchschnittliche Belastung durch Mieten in Spanien 2025 auf 50 Prozent des jährlichen Bruttodurchschnitts. Damit setzte sich ein deutlicher Anstieg fort: 2024 lag der Anteil bei 47 Prozent, 2019 noch bei 38 Prozent. Dieser Sprung markiert einen neuen Höchstwert in der Reihe der vorliegenden Daten und signalisiert eine deutlich verschlechterte Wohnkostenbelastung für viele Haushalte.

Im Mittelpunkt der Analyse steht die Diskrepanz zwischen Lohnentwicklung und Mietpreisen. Inserierte Gehälter erhöhten sich nur marginal, um rund ein Prozent beziehungsweise um 276 Euro im Jahr, während die Angebotspreise für Mietwohnungen um 6,9 Prozent zulegten und durchschnittlich 14,21 Euro pro Quadratmeter und Monat erreichten. Hochgerechnet auf eine Referenzwohnung von 80 Quadratmetern ergibt sich daraus eine durchschnittliche Jahresmiete von 13.642 Euro, exakt die Hälfte des landesweiten Bruttodurchschnitts von 27.336 Euro.

Zugleich zeigen sich starke regionale Unterschiede: Madrid und Katalonien stehen mit einem Anteil der Miete am Bruttogehalt von 71 beziehungsweise 70 Prozent unter besonders hohem Druck. Auch die Balearen (64 Prozent), das Baskenland (58 Prozent) und die Kanaren (56 Prozent) liegen deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Nur Extremadura (29 Prozent) und Kastilien-La Mancha (32 Prozent) verzeichnen vergleichsweise geringere Belastungen, bleiben aber weiterhin über den von internationalen Institutionen empfohlenen Orientierungswerten.

Inzwischen offenbart die Provinzaufstellung noch krassere Unterschiede: Barcelona weist mit 76 Prozent die stärkste Belastung auf, Madrid folgt mit 72 Prozent. Weitere besonders betroffene Provinzen sind die Balearen, Vizcaya sowie Las Palmas und Gipuzkoa. Am anderen Ende der Skala stehen Jaén (23 Prozent), Teruel (25 Prozent), Cáceres (27 Prozent) und Ciudad Real (28 Prozent), wobei nur wenige Provinzen und Extremadura Werte von 30 Prozent oder darunter ausweisen.