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Minneapolis‑Polizeichef Brian O’Hara tritt zurück nach Bericht über mögliche Behinderung

Ein interner Bericht kommt zu dem Schluss, dass O’Hara wahrscheinlich eine Untersuchung behindert hat; Bürgermeister Jacob Frey entzog ihm daraufhin sein Vertrauen und erteilte eine Rüge.

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Titelbild: Minneapolis‑Polizeichef Brian O’Hara tritt zurück nach Bericht über mögliche Behinderung
  • Nach Feststellungen zu möglicher Behinderung tritt Polizeichef Brian O’Hara zurück
  • seine stellvertretende Chefin übernimmt vorläufig die Leitung.

Nach dem Treffen mit dem Bürgermeister erklärte Frey, er habe das Vertrauen in O’Hara als Leiter der Behörde verloren und bezeichnete dessen Verhalten als Mangel an Integrität, der die Führung unfähig mache, wirksam zu arbeiten. Er betonte, Vertrauen sei nicht nebensächlich, sondern zentral für die Rolle an der Spitze der Polizeibehörde. Als Reaktion auf die Ergebnisse des internen Berichts entzog die Stadtverwaltung die zuvor ausgesprochene Unterstützung für O’Haras zweite Amtszeit und sprach eine formelle Rüge aus.

Zugleich teilte die Stadt mit, dass stellvertretende Polizeichefin Katie Blackwell die Leitung des Minneapolis Police Department interimsmäßig übernehmen wird, bis eine dauerhafte Nachfolge bestimmt ist. Die Stadtführung bezeichnete Blackwell als wahrscheinliche Kandidatin für die Übergangszeit und kündigte an, den Prozess zur Findung einer dauerhaften Führung fortzusetzen, um einen geordneten Wechsel sicherzustellen.

Im November 2022 war O’Hara mit dem Auftrag ernannt worden, die Polizeibehörde nach den Unruhen im Zuge des Mordes an George Floyd zu stabilisieren. Während seiner Amtszeit stiegen Personalzahlen und Bewerbungen, und Teile der Öffentlichkeit gewannen laut Stadt wieder Vertrauen in die Behörde. Zugleich hatte das Justizministerium 2023 Versäumnisse festgestellt, darunter ein Muster übermäßiger Gewalt und diskriminierender Praktiken, was den Reformbedarf der Behörde dokumentierte.

O’Hara selbst äußerte sich bisher nicht öffentlich zu seinem Rücktritt. Die Stadt kündigte an, Disziplinarmaßnahmen geprüft zu haben, die bis zur Entlassung hätten reichen können, und stellte in Aussicht, den Prüf- und Auswahlprozess für die Nachfolge fortzusetzen, um die Fortführung der Polizeiarbeit unter stabiler Leitung zu gewährleisten.