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Nächtliche russische Drohnenangriffe treffen zivile Ziele in der Ukraine – Kiew meldet Vergeltungsschläge auf russische Raffinerien

Mehr als 200 Drohnen abgefangen, ein Zivilist getötet; Kiew meldet gezielte Treffer auf russische Raffinerie- und Umschlagspunkte.

Euronews / JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Nächtliche russische Drohnenangriffe treffen zivile Ziele in der Ukraine – Kiew meldet Vergeltungsschläge auf russische Raffinerien
  • Ukrainische Luftabwehr meldet massiven Drohnenangriff
  • Gegenangriffe zielten auf russische Öl-Infrastruktur in Saratow und Kirov.

Nach Angaben ukrainischer Behörden starteten russische Streitkräfte in der Nacht eine neue Welle von Luftangriffen, bei der mehr als 200 Angriffs- und Täuschungsdrohnen über ukrainischem Gebiet eingesetzt wurden. Die ukrainische Luftwaffe und Luftabwehrkräfte gaben an, 212 feindliche UAVs verschiedener Typen, darunter Shahed, Gerbera und Italmas, abgeschossen zu haben; zugleich seien 14 Drohnen registriert worden, die elf Ziele trafen.

Im Mittelpunkt der gemeldeten Schäden standen zivile Einrichtungen in mehreren Regionen. In der Region Tschernihiw schlug eine Drohne auf dem Gelände eines Unternehmens ein; der Staatliche Katastrophenschutzdienst berichtete von einem 58-jährigen Todesopfer und größeren Brandschäden an einer Fahrzeugkolonne. In der Rivne-Region wurde ein nicht betriebsbereites Unternehmen getroffen, dort gebe es nach vorläufigen Angaben keine Verletzten. In Dnipro verursachte ein Luftangriff einen Brand in einem Logistiklager.

Daneben berichteten Kiewer Stellen von einem Angriff auf eine Übergabestation in der Region Kirov, den Lazarevo-Produktions- und Umschlagspunkt. Die örtliche Verwaltung sprach von einem Feuer ohne Verletzte; ukrainische Kräfte stuften den Vorgang als gezielten Angriff auf einen wichtigen Transitknoten für Ölpipelines Richtung Zentralrussland ein. Beide Seiten beschrieben die Angriffe als Teil anhaltender Operationen, die Infrastruktur beider Länder betreffen.

Nach dem Schritt, den Präsident Wolodymyr Selenskyj in seinem Wochenüberblick zusammenfasste, wurden in dieser Woche nach seinen Angaben mehr als 2.300 Kampfdrohnen, rund 1.560 gelenkte Luftbomben und 108 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Er machte deutlich, dass ein kürzlich eingetroffener IRIS-T-Luftabwehrwerfer aus Deutschland die Luftverteidigung stärken solle, und erneuerte die Bitte um zusätzliche Flugabwehrraketen, um die Kapazität zur Abwehr vergleichbarer Angriffe weiter zu erhöhen.