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Nicht die Ukraine aus den Augen verlieren: Nato‑Chef Rutte mahnt in Berlin

Bei einem Treffen von Verteidigungsministern in Berlin drängte Nato‑Chef Mark Rutte darauf, die Hilfe für die Ukraine 2026 auf 60 Milliarden Dollar zu erhöhen.

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Titelbild: Nicht die Ukraine aus den Augen verlieren: Nato‑Chef Rutte mahnt in Berlin
Mark Rutte mahnte in Berlin zu verstärkter, kontinuierlicher Unterstützung für Kiew und warnte davor, dass die internationale Aufmerksamkeit nachlasse.

Nach Angaben eines AFP‑Berichts forderte Nato‑Chef Mark Rutte die Bündnispartner auf, die Ukraine nicht aus den Augen zu verlieren und die Unterstützung für 2026 auf 60 Milliarden US‑Dollar anzuheben. Seine Äußerungen fielen zu Beginn eines Treffens von Verteidigungsministern in Berlin, an dem zentrale Unterstützer der Ukraine, darunter Deutschland und Großbritannien, teilnahmen.

Im Mittelpunkt der Ansprache stand die Notwendigkeit, die Lieferketten für militärische Ausrüstung und humanitäre Hilfe aufrechtzuerhalten. Rutte betonte, die Allianz müsse in der Lage sein, ununterbrochen zu liefern, damit die Hilfe ihre Wirkung entfalten könne; ein Abflauen der Unterstützung dürfe nicht passieren. Zugleich warnte er, dass zu wenige Staaten einen unverhältnismäßig großen Teil der Last trügen und forderte eine gerechtere Lastenverteilung.

Zugleich wies Rutte auf eine Verschiebung der weltweiten Aufmerksamkeit hin: In den vergangenen Wochen habe der Konflikt zwischen den USA und Israel im Zusammenhang mit Iran das internationale Interesse beansprucht, wodurch die Sorge wachse, die Hilfsbereitschaft für Kiew könne an Schwung verlieren. Vor diesem Hintergrund rief er zu einer klaren Fortsetzung und gegebenenfalls Verstärkung der Unterstützung auf und unterstrich, dass die strategische Bedeutung einer stabilen Ukraine weiterhin hoch bleibe.

Daneben bot das Treffen in Berlin Raum für engere Koordination zwischen den beteiligten Staaten, die sich als Schlüsselunterstützer der Ukraine verstehen. Rutte hob die Bedeutung von Kontinuität hervor, um die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine dauerhaft zu stärken. Konkrete Zusagen einzelner Staaten nannte der AFP‑Kurzbericht nicht; die Diskussionen dienten vor allem der Abstimmung über künftige Abläufe und Prioritäten.