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NOAA erwartet unterdurchschnittliche Atlantik‑Hurrikansaison 2026 wegen El Niño

NOAA prognostiziert acht bis 14 benannte Stürme; El Niño bremst Atlantik, treibt Aktivität im östlichen Pazifik an. Experten warnen vor geschwächter US‑Vorsorge durch Personalabbau.

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Titelbild: NOAA erwartet unterdurchschnittliche Atlantik‑Hurrikansaison 2026 wegen El Niño
  • NOAA sieht 55% Chance für eine unterdurchschnittliche Atlantik‑Saison
  • gleichzeitig droht im östlichen Pazifik verstärkte Sturmaktivität.

Zugleich gibt die Prognose eine Aufschlüsselung nach Intensitätsklassen: Von den acht bis 14 benannten Systemen sollen drei bis sechs zu Hurrikanen der Kategorie 1 mit mindestens 119 km/h werden, ein bis drei könnten sich zu Major Hurrikanen der Kategorien 3–5 mit Windstärken ab 179 km/h entwickeln. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Saison bringt etwa 14 benannte Stürme und sieben Hurrikane, darunter drei große Hurrikane.

Inzwischen warnte die NOAA vor deutlich erhöhter Aktivität im östlichen Pazifik. Dort werden 15 bis 22 benannte Stürme, neun bis 14 Hurrikane und fünf bis neun Major Hurrikane erwartet, was das Risiko für Regionen wie Mexiko, Südkalifornien und Hawaii steigern würde.

Daneben betonen Wetterforscher, dass mehrere konkurrierende Faktoren in die Prognose einfließen: Zwar können warme Ozeantemperaturen generell stärkere Stürme begünstigen, doch das voranschreitende El Niño wirkt nach Einschätzung der NOAA hemmend auf die atlantische Entwicklung. Expertinnen und Experten mahnen zugleich zur Vorsicht, denn eine unterdurchschnittliche Saison schließt schwere Schäden nicht aus; bereits ein einzelner starker Sturm kann erheblichen Schaden anrichten.

Gleichzeitig machten Fachleute darauf aufmerksam, dass strukturelle Schwächen in der US‑Vorsorge die Risikobewältigung erschweren könnten. Personelle Einschnitte und verringerte Kapazitäten bei Datensammlungs‑ und Vorhersagesystemen haben aus Sicht einiger Beobachter Auswirkungen auf die nationale Fähigkeit, tropische Gefahren vollständig abzubilden und frühzeitig zu kommunizieren.