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NOAA erwartet unterdurchschnittliche Hurrikansaison im Atlantik wegen El Niño

Behörde sagt 8–14 benannte Stürme voraus und warnt zugleich vor eingeschränkter Vorhersagefähigkeit infolge von Kürzungen

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: NOAA erwartet unterdurchschnittliche Hurrikansaison im Atlantik wegen El Niño
  • El Niño dämpft die Aktivität im Atlantik, während im östlichen Pazifik höhere Sturmzahlen erwartet werden
  • Experten kritisieren Personal- und Ressourcenabbau bei Wetterdiensten.

Nach Angaben der US-Wetterbehörde NOAA wird die atlantische Hurrikansaison 2026 voraussichtlich schwächer ausfallen als im langjährigen Mittel. Für den Zeitraum 1. Juni bis 30. November prognostiziert die Behörde acht bis 14 benannte Stürme mit Windgeschwindigkeiten ab 63 km/h.

NOAA beziffert die Wahrscheinlichkeit für eine unterdurchschnittliche Saison auf 55 Prozent; 35 Prozent sprechen für eine normale und zehn Prozent für eine überdurchschnittliche Saison. Von den erwarteten Stürmen sollen drei bis sechs zu Hurrikanen der Kategorie 1 aufstärken, während ein bis drei zu schweren Hurrikanen der Kategorien 3 bis 5 werden könnten.

Als Hauptursache für die abgeschwächte Aktivität im Atlantik nennt die Behörde ein sich entwickelndes El Niño‑Muster im zentralen und östlichen Pazifik. NOAA sieht die Chance für El Niño später in der Saison bei 98 Prozent und schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass es moderat bis kräftig ausfällt, auf 80 Prozent.

Gleichzeitig prognostiziert die Behörde für den östlichen Pazifik deutlich mehr Stürme: Dort werden 15 bis 22 benannte Stürme, neun bis 14 Hurrikane und fünf bis neun schwere Hurrikane erwartet. Dieses erhöhte Risiko betrifft insbesondere Küstenregionen Mexikos sowie Gebiete in Richtung Südkalifornien und Hawaii.

Unterdessen warnen Meteorologen, dass die US-Fähigkeit zur präzisen Vorhersage tropischer Gefahren abgenommen habe. Eingesparte Personal- und Ressourcenposten bei NOAA und dem National Weather Service hätten unter anderem die Zahl von Satelliten- und Ballonstarts reduziert und die Leistungsfähigkeit des amerikanischen Global Forecast System beeinflusst.

Zugleich betonen Behördenvertreter und Fachleute, dass eine unterdurchschnittliche Saison keineswegs ungefährlich ist. Selbst eine einzelne starke Sturmentwicklung könne schwere Schäden verursachen; deshalb sollten Vorbereitung und Notfallplanung weiter Priorität haben.