Ölpreisschock durch Iran‑Konflikt nährt Stagflationssorgen – Unterschiede zu den 1970ern betont
Nach einem Preissprung am Ölmarkt wächst die Sorge vor zugleich höheren Preisen und schwächerem Wachstum. Beobachter sehen 2026 jedoch strukturelle Unterschiede zum Stagflations‑Szenario der 1970er.
Ein Sprung der Ölpreise infolge des Konflikts mit Iran hat Anlegern in dieser Woche Stagflationssorgen beschert: Höhere Energiepreise gepaart mit verlangsamtem Wachstum könnten die Märkte belasten.
Marktdaten zeigten Brent‑Futures um die Marke von etwa 100 US‑Dollar je Barrel; West Texas Intermediate lag darunter. Entgegen dem Muster der 1970er Jahre hat der Ölpreisschock bislang nicht zu starken Goldgewinnen geführt. Der US‑Dollar hat sich gegenüber den meisten wichtigen Währungen eher verstärkt.
Analysten heben strukturelle Unterschiede zu den 1970ern hervor. Die USA sind inzwischen ein führender Ölproduzent und Exporteur, wodurch das Land weniger anfällig für mittlerenöstliche Lieferengpässe sein soll. Ebenso fehlen derzeit Merkmale wie dauerhaft hohe, entkoppelte Inflation und eine zusammengebrochene Politikarchitektur, die das damalige Stagflationsumfeld prägten.