OpenAI‑Chef Sam Altman entschuldigt sich, nachdem Firma Polizei nicht über Konto informierte vor tödlichem Anschlag in Kanada
Altman entschuldigt sich öffentlich dafür, dass OpenAI im Juni ein Konto sperrte, das später mit dem mutmaßlichen Schützen von Tumbler Ridge in Verbindung gebracht wurde, ohne die Polizei zu informieren.
- Altman entschuldigt sich für das Versäumnis, die Behörden zu informieren
- die Regierung von British Columbia bezeichnet die Entschuldigung als unzureichend.
Nach Angaben veröffentlichter Mitteilungen hat OpenAI‑Chef Sam Altman sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass das Unternehmen die Strafverfolgungsbehörden nicht über ein Nutzerkonto informiert habe, das später mit dem mutmaßlichen Schützen von Tumbler Ridge, British Columbia, in Verbindung gebracht wurde. Altman schrieb, er sei tief betroffen und sprach der Gemeinde sein Beileid aus.
Der Brief, datiert auf einen Donnerstag und veröffentlicht über die Social‑Media‑Kanäle des Premierministers von British Columbia sowie auf einer lokalen Nachrichtenwebseite, bezieht sich auf ein Konto, das OpenAI bereits im Juni wegen Verstoßes gegen die Nutzungsregeln gesperrt hatte. Das Unternehmen teilte mit, das Konto sei im Rahmen von Missbrauchserkennungsmaßnahmen identifiziert worden; eine Weiterleitung an die Royal Canadian Mounted Police sei damals nicht erfolgt, weil die Aktivität die interne Schwelle für eine Meldung an die Behörden nicht erreicht habe.
Am 10. Februar soll die 18‑jährige Beschuldigte in ihrer Familie und an einer örtlichen Schule Menschen angegriffen haben. Zuvor wurden im Haus ihrer Familie zwei Menschen getötet; später fielen an der Schule fünf Kinder und eine Lehrkraft dem Angriff zum Opfer. Die mutmaßliche Täterin nahm sich eigenen Angaben zufolge das Leben. Insgesamt kamen acht Menschen ums Leben, 25 weitere wurden verletzt. Nach dem Vorfall erklärte OpenAI, das fragliche Konto bereits im Juni gesperrt zu haben.
Altman schrieb, er habe mit dem Bürgermeister von Tumbler Ridge und dem Premierminister David Eby gesprochen; beide hätten die Wut, Trauer und Sorge in der Gemeinde geschildert. Er bekräftigte die Absicht, mit staatlichen Stellen zusammenzuarbeiten, um Maßnahmen zu finden, die das Risiko ähnlicher Tragödien verringern sollen. Zugleich betonte er, dass Worte die erlittene Verlusterfahrung niemals vollständig aufwiegen könnten.
In einer Reaktion kommentierte Premierminister Eby die Entschuldigung als notwendig, aber bei weitem unzureichend angesichts des Ausmaßes der Zerstörung für die betroffenen Familien von Tumbler Ridge. Daneben steht weiterhin die Frage im Raum, welche internen Kriterien bei der Entscheidung, eine Meldung an die Strafverfolgung zu unterlassen, angelegt wurden und wie solche Prozesse künftig verändert werden könnten.