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Pentagon vergibt rund 9,7 Milliarden Dollar schweren Softwarevertrag an Dell

Das US‑Verteidigungsministerium schließt einen fünfjährigen Rahmenvertrag mit Dell Federal Systems über Microsoft‑Software, Cloud‑Abonnements und On‑Premises‑Lizenzen. Ziel ist eine vereinheitlichte Lizenzbeschaffung und jährliche Kostensenkungen.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Pentagon vergibt rund 9,7 Milliarden Dollar schweren Softwarevertrag an Dell
Der Vertrag bündelt Microsoft 365, erweiterte Cloud‑Abonnements und lokale Lizenzrechte für Verteidigungseinrichtungen, Nachrichtendienste und die Küstenwache.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hat Dell Federal Systems einen fünfjährigen Rahmenvertrag im Umfang von rund 9,7 Milliarden US‑Dollar gewonnen. Das Abkommen sieht die Lieferung einer Suite von Microsoft‑Software, erweiterter Cloud‑Abonnements und On‑Premises‑Lizenzierungsoptionen für das militärische IT‑Umfeld vor. Vertreter des Pentagons stellten die Vereinbarung bei einer Briefingrunde am Mittwoch vor und hoben die zentrale Rolle der neuen Beschaffungsplattform für Microsoft‑Produkte hervor.

Im Mittelpunkt der Entscheidung stand ein wettbewerbliches Auswahlverfahren, erklärten die amtierende CIO des Verteidigungsministeriums, Kirsten Davies, und der amtierende CIO der Marine, Barry Tanner. Die Anbieter seien anhand von Wettbewerbskriterien, einem Vergleich mit GSA‑Katalogpreisen sowie dem Wertbeitrag für das Ministerium bewertet worden. Tanner sagte, Dell habe sich in diesem Prozess als Sieger durchgesetzt.

Zugleich betonten die Beamten, dass das Abkommen eine einheitliche Beschaffungsstelle für Microsoft‑Lizenzen schaffe und damit bisherige Redundanzen verringern soll. Die Konsolidierung erstreckt sich über die Teilstreitkräfte und angeschlossene Behörden und zielt darauf ab, die Lizenzverwaltung für On‑Premises‑Installationen und Cloud‑Dienste zu vereinfachen. Davies bezeichnete die Vereinbarung als zweite Generation eines Blanket Purchase Agreement, das Software und Dienste für Verteidigung, Nachrichtendienste und die US‑Küstenwache zusammenfasse.

Inzwischen nannten Pentagon‑Vertreter Einsparungen in Höhe von etwa 422 Millionen US‑Dollar pro Jahr, die durch die Zusammenführung bislang verteilter IT‑Budgets in ein einzelnes Beschaffungsvehikel erwartet werden. Das Ministerium steht unter dem Druck, Haushalts‑ und Auditziele zu erreichen, während es für das Haushaltsjahr 2027 umfangreiche Mittel beim Kongress beantragt. Konkrete Zeitpläne für die Umsetzung und Übergangsfristen wurden beim Briefing nicht genannt.

Daneben fällt die Vergabe in eine Phase intensiver Kontakte zwischen der Unternehmensführung von Dell und dem Weißen Haus, die in den vorgelegten Unterlagen und Erklärungen erwähnt wird. Namentlich wurden zuvor finanzielle Zusagen des Dell‑Gründers sowie positive öffentliche Aussagen über das Unternehmen dokumentiert. Die Pentagon‑Vertreter betonten jedoch, dass die Auswahl auf dem geschilderten Bewertungsverfahren basierte und es sich um einen wettbewerblichen Vergabeprozess gehandelt habe.