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Qualcomm sichert Microsoft und Meta als Kunden für neue KI‑Chips

Qualcomm will mit preisgünstigeren Designs aus dem Mobilbereich in den Markt für Rechenzentrums‑KI vorstoßen; erste Lieferungen sind noch für dieses Jahr geplant.

JKCM News / Handelsblatt-Extrakt 2 Min Lesezeit
Titelbild: Qualcomm sichert Microsoft und Meta als Kunden für neue KI‑Chips
  • Microsoft setzt auf kostengünstige Smartphone‑/Laptop‑basierte Halbleiter
  • Meta bestellt den rechenzentrumsorientierten Dragonfly C1000
  • zwei weitere Großabnehmer wurden nicht genannt.

Die Kernentwicklung: Qualcomm hat Microsoft und Meta als Kunden für seine neuen KI‑Chips gewonnen. Microsoft plant demnach den Einsatz von Halbleitern, die auf kostengünstigen Designs für Smartphones und Laptops basieren, statt auf teurere, bandbreitenstarke Lösungen von Wettbewerbern.

Im Mittelpunkt steht bei Meta die Entscheidung für den Dragonfly C1000, einen Prozessor, der gezielt für Rechenzentren entwickelt worden ist. Der Auftrag markiert Qualcomms Vorstoß in einen Markt, der bislang stark von spezialisierten Anbietern und den Eigenentwicklungen großer Cloud‑Konzerne geprägt ist.

Zugleich hat Qualcomm zwei weitere Großabnehmer für Spezialchips identifiziert, nannte die Unternehmen aber nicht. Das Unternehmen versucht damit, seine Erfahrung aus dem Mobil‑ und PC‑Segment in das lukrative Rechenzentrums‑Geschäft zu übertragen und zusätzliche Umsatzquellen zu erschließen.

Der Schritt ist zeitlich unterfüttert: Qualcomm kündigte bereits im April an, die ersten KI‑Chips noch in diesem Jahr auszuliefern. Analysten schätzen das Umsatzpotenzial der Initiative auf mehrere Milliarden Dollar bis zum Geschäftsjahr 2027/2028, was den wirtschaftlichen Anreiz für den Markteintritt verdeutlicht.

Daneben stellt der Abschluss mit Microsoft und Meta einen strategischen Test für Qualcomms Ansatz dar, KI‑Verarbeitung kosteneffizienter anzubieten. Während Konkurrenten auf hohe Speicherbandbreite und spezialisierte Architekturen setzen, setzt Qualcomm auf niedrigere Produktionskosten und die Nutzung vorhandener Chip‑Expertise aus dem Mobilbereich.

Inzwischen bleibt offen, welche Firmen die beiden weiteren Großabnehmer sind und wie groß deren Bestellungen ausfallen. Klar ist jedoch, dass die Aufträge von Microsoft und Meta Qualcomm einen konkreten Einstieg in den wachsenden Markt für Rechenzentrums‑KI ermöglichen und das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu etablierten Anbietern bringen.