Rattengift in HiPP‑Babynahrungs‑Glas gefunden — Rückruf bei Spar in Österreich
Die Polizei in Burgenland meldet einen positiven Test auf Rattengift in einem 190‑g‑Glas HiPP‑Babynahrung; Hersteller spricht von möglicher Manipulation und warnt vor Lebensgefahr.
- Probe aus 190‑g‑Glas Karotte/Kartoffel positiv auf Rattengift
- betroffene Gläser wiesen geöffnete oder beschädigte Sicherheitsversiegelungen auf.
Nach Angaben der Polizei in Burgenland wurde in Österreich in einer Probe aus einem 190‑Gramm‑Glas Babynahrung der Marke HiPP Rattengift festgestellt. Der Fund war Teil einer Rückrufaktion für Gläser, die in mehr als 1.000 Filialen der Supermarktkette Spar in Österreich verkauft worden waren.
HiPP hatte zuvor mitgeteilt, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass in einzelne Gläser eine gefährliche Substanz eingebracht worden sei. Das Unternehmen warnte ausdrücklich davor, den Inhalt betroffener Gläser zu verzehren, da dies lebensgefährlich sein könne. Spar und HiPP forderten Kunden auf, die entsprechenden Produkte nicht zu konsumieren und kündigten volle Rückerstattung bei Rückgabe an.
Die Polizei erklärte, betroffene Gläser seien durch einen Aufkleber mit rotem Kreis am Boden gekennzeichnet gewesen. Zudem hätten viele der beanstandeten Gläser Deckel gezeigt, die bereits geöffnet, beschädigt oder ohne intakten Sicherheitsverschluss waren; einige wiesen zudem einen ungewöhnlichen Geruch auf. Erste Laboruntersuchungen an ähnlichen Gläsern, die Behörden in der Tschechischen Republik und der Slowakei sichergestellt hatten, hätten ebenfalls das Vorhandensein einer toxischen Substanz ergeben.
Spar betonte, der Rückruf sei eine Vorsichtsmaßnahme und betreffe insgesamt 1.500 Filialen in Österreich; demnach gebe es keine Auswirkungen auf internationale Standorte. Die Polizei empfahl Personen, die mit einem betroffenen Glas in Kontakt gekommen seien, sich gründlich die Hände zu waschen und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen.
Die Ermittlungen laufen weiter. Weder Polizei noch Hersteller haben bislang nähere Angaben zur Art des festgestellten Mittels, zu möglichen Tätern oder zu einem konkreten Verbreitungsweg der kontaminierten Gläser gemacht. Weitere Laborergebnisse und Untersuchungen wurden angekündigt.