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Zelenskyy fordert europäische Luftabwehr und US‑Hilfe nach russischem Raketen- und Drohnenangriff

Nach einem groß angelegten Raketen- und Drohnenangriff fordert Präsident Wolodymyr Zelenskyy europäische Luftabwehrkapazitäten und zusätzliche US‑Lieferungen für Patriot‑Systeme.

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Titelbild: Zelenskyy fordert europäische Luftabwehr und US‑Hilfe nach russischem Raketen- und Drohnenangriff
Zelenskyy sieht eigene anti‑ballistische Systeme in Europa und zusätzliche Patriot‑Raketen aus den USA als notwendige Antwort auf wiederholte Angriffe.

Nach Angaben der ukrainischen Führung forderte Präsident Wolodymyr Zelenskyy am Dienstag den Aufbau eines europäischen Anti‑Ballistik‑Systems und verstärkte Unterstützung aus den Vereinigten Staaten. In einem Beitrag auf X schrieb er, Europa brauche eigenständige Luftabwehr, und nannte US‑Lieferungen von Raketen für Patriot‑Batterien absolut notwendig. Diese Forderung folgte auf eine massive Attacke in den frühen Morgenstunden.

Im Mittelpunkt der jüngsten Erklärung steht die Einschätzung, dass Russland erneut eine Serie von Raketen und Drohnen auf die Ukraine abgefeuert habe. Behörden meldeten mindestens 13 Tote und rund 100 Verletzte. Die ukrainische Luftwaffe gab an, Moskau habe 73 Raketen und 656 Drohnen eingesetzt; demnach seien 602 Drohnen und 40 Raketen abgeschossen worden. Kiew wertete die Angriffe als Beleg dafür, dass die Ukraine weiterhin Ziel ballistischer und anderer Raketenstreiks sei.

Gleichzeitig betonte Außenminister Andrii Shyiiba, die Welle von Angriffen zeige, dass Russlands Präsident Vladimir Putin militärisch an Optionen verliere. Er bezeichnete die Angriffe als Ausdruck von Terror seitens Moskaus und forderte eine Verstärkung des internationalen Drucks auf Russland. Moskau erklärte, es habe große Angriffe, unter anderem mit Hyperschallraketen, gegen die militärisch‑industrielle Infrastruktur der Ukraine durchgeführt und wies zurück, gezielt Zivilisten anzugreifen.

Zugleich stehen die jüngsten Angriffe in einem größeren Kontext: Im Mai stieg die Zahl langreichweitiger Drohnenangriffe deutlich an. Eine Analyse nannte für den Monat Rekordzahlen von 8.150 langreichweitigen Drohnen, ein Anstieg gegenüber dem April. Die ukrainische Führung hob hervor, dass im Mai etwa 90 Prozent der ankommenden Drohnen und Raketen abgefangen worden seien, sieht in den nun geforderten zusätzlichen Abwehrmitteln jedoch eine wichtige Ergänzung zur bisherigen Verteidigung.

Inzwischen hatten Behörden in Kiew bereits vor einer möglichen weiteren massiven Offensive gewarnt und erneut zur Nutzung von Schutzräumen aufgerufen. Die anhaltenden Angriffe erschweren die Chancen auf eine Friedenslösung und verstärken den Druck auf internationale Partner, die Luftverteidigungsfähigkeit der Ukraine und Europas nachhaltig zu stärken.