Russische Drohne stürzt in rumänischer Stadt Galați auf Wohngebäude und löst Dachbrand aus
Eine mit Sprengstoff beladene Drohne schlug auf dem Dach eines Wohnblocks in Galați ein; das Haus wurde evakuiert, zwei Personen verletzten sich leicht.
Nach Angaben der rumänischen Regierung stürzte am Freitag eine mit Sprengstoff beladene Drohne in der ostrumänischen Stadt Galați ab und löste auf dem Dach eines Wohnblocks ein Feuer aus. Bewohner des Hauses wurden evakuiert; zwei Menschen erlitten nach Behördenangaben leichte Verletzungen. Rettungskräfte löschten das Feuer, das auf das Dach beschränkt blieb, und sicherten die Unfallstelle.
Im Mittelpunkt der Stellungnahme der Regierung stand die Feststellung, dass das unbemannte Fluggerät zuvor an Angriffen auf Infrastruktur in der Ukraine beteiligt gewesen sei. Als die Drohne auf Radarschirmen auftauchte, wurden zwei Flugzeuge und ein Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe alarmiert; diesen Einheiten sei laut Außenministerium die Erlaubnis zum Abschuss erteilt worden. Die Behörden bezeichneten den Vorfall als ernste und unverantwortliche Eskalation.
Nach dem Schritt informierte Rumänien die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die NATO und den Generalsekretär des Bündnisses über die Umstände des Absturzes und forderte zugleich die beschleunigte Lieferung von Abwehrsystemen gegen Drohnen. Ziel sei es, die Fähigkeit zur Verteidigung gegen solche Gefahren rasch zu stärken, erklärten Regierungsvertreter, ohne konkrete Zusagen zu nennen.
Zugleich verurteilte die NATO das Verhalten Moskaus und nannte es rücksichtslos; das Bündnis kündigte an, seine Verteidigungsmaßnahmen gegen alle Gefahren, darunter unbemannte Systeme, weiter auszubauen. In der Mitteilung wurde zudem auf eine Serie ähnlicher Zwischenfälle an der östlichen Flanke verwiesen, die in den vergangenen Wochen Estland, Lettland und Litauen betroffen hatten.
Daneben rückt der Vorfall in Galați die Verwundbarkeit ziviler Infrastruktur durch unbemannte Waffensysteme in den Fokus und erhöht den Druck auf Verbündete, schneller wirksame Anti‑Drohnen‑Technik zu liefern. Konkrete Entscheidungen über zusätzliche Ausrüstung oder unmittelbar zu ergreifende Maßnahmen wurden zum Zeitpunkt der Mitteilung nicht bekanntgegeben.