Russische Drohne stürzt in rumänisches Wohnhaus und verletzt zwei Personen
Eine russische Drohne, Teil einer nächtlichen Angriffswelle auf die Ukraine, geriet in rumänischen Luftraum und stürzte auf ein Wohnhaus in Galați; Bukarest wertet den Vorfall als ernsthafte Eskalation.
- Rumäniens Militär setzte F‑16‑Jagdbomber und einen Hubschrauber in Bereitschaft
- Nato und UN verurteilten die Aktion und fordern Deeskalation.
Nach Angaben der rumänischen Regierung stürzte eine russische Drohne, die Teil einer nächtlichen Angriffsserie auf die Ukraine gewesen sei, auf das Dach eines Mehrfamilienhauses in der Stadt Galați. Das Fluggerät sei zuvor im rumänischen Luftraum vom Radar erfasst worden; der Aufprall löste einen Brand in dem Gebäude aus. Rettungskräfte rückten aus und evakuierten mehrere Bewohner, während Polizei und Feuerwehren die Lage vor Ort sicherten.
Die Einsatzkräfte behandelten zwei Personen mit Schnittverletzungen, die medizinische Versorgung benötigten. Konkrete Angaben zu Ausmaß des Brands und zu möglichen Sachschäden machten die Behörden in ihrer Mitteilung nicht. Bewohner wurden aus benachbarten Wohnungen evakuiert, und Absperrmaßnahmen sollten weitere Gefahren von dem betroffenen Wohnkomplex abwenden.
Im Mittelpunkt der Reaktion stand die sofortige Alarmbereitschaft des rumänischen Militärs: Zwei F‑16‑Jagdbomber und ein Hubschrauber wurden in Stellung gebracht und für mögliche Einsätze autorisiert. Zugleich verschickten die Behörden Warnmeldungen an Anwohner in den betroffenen Regionen. Die Regierung in Bukarest bezeichnete den Zwischenfall als schwere und verantwortungslose Eskalation und kündigte an, diplomatische Schritte zu prüfen.
Zugleich bat das Außenministerium um beschleunigte Lieferungen von Fähigkeiten zur Abwehr von Drohnen. Ein Sprecher der Nato verurteilte die Aktion als rücksichtslos und kündigte an, die Verteidigungsmaßnahmen gegen Bedrohungen, darunter Drohnen, zu verstärken. Unterdessen mahnte der Generalsekretär der Vereinten Nationen zur Deeskalation und forderte verstärkte diplomatische Anstrengungen sowie einen sofortigen Waffenstillstand angesichts steigender ziviler Opferzahlen in der Ukraine.
Rumänien liegt am unteren Lauf der Donau nahe den Grenzen zu Moldau und zur Ukraine; das Verteidigungsministerium betonte die Bedeutung der Wahrung seiner Souveränität und die Sicherung des Luftraums. Daneben bleibt der Vorfall Teil einer Serie von Angriffen, bei denen Langstreckenraketen und Drohnen in der Region wiederholt zivile Infrastruktur und Wohngebiete getroffen haben.