Russische Drohnenangriffe dauern trotz angekündigter Oster-Waffenruhe an, sagt ukrainisches Militär
Ukraine meldet 469 Verstöße gegen die von Putin verkündete 32‑stündige Waffenruhe; Drohnenangriffe forderten mehrere Tote in Odesa und Cherson, beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig.
- Während der orthodoxen Oster‑Waffenruhe registrierte die Ukraine Hunderte Verstöße
- massiver Drohneneinsatz und Luftabwehraktionen führten zu Toten, Verletzten und erheblichen Sachschäden.
Nach Angaben ukrainischer Militärvertreter setzten russische Streitkräfte die Angriffe mit Drohnen fort, obwohl Präsident Wladimir Putin eine 32‑stündige Waffenruhe über das orthodoxe Osterwochenende angekündigt hatte. Die Militärführung zählte am Samstagabend insgesamt 469 Verstöße gegen die vereinbarte Feuerpause; in mehreren Regionen seien Drohnen eingesetzt worden, um ukrainische Stellungen zu treffen.
Im Mittelpunkt der Vorwürfe standen tödliche Angriffe in zwei südlichen Städten: In Odesa fielen Stunden vor Inkrafttreten der Pause mehrere Bomben durch Drohnen, wobei mindestens zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt wurden. Wohngebiete sowie ein Kindergarten wurden beschädigt; die Angriffe trafen damit auch zivile Infrastruktur und Wohnhäuser.
Nach dem Schritt, die regulären Artilleriefeuer einzustellen, berichteten ukrainische Einheiten dennoch von einer großangelegten nächtlichen Drohnenwelle. Innerhalb weniger Stunden seien rund 160 Drohnen eingesetzt worden; die ukrainische Luftwaffe meldete, 133 dieser Drohnen seien abgeschossen oder abgefangen worden. In einem betroffenen Sektor teilte ein Offizier der 148. Separaten Artilleriebrigade mit, dass Drohnen weiterhin gezielt zur Bekämpfung ukrainischer Positionen eingesetzt wurden, obwohl andere Feuerarten vorübergehend ruhten.
Zugleich traf ein Drohnentreffer kurz vor Beginn der Waffenruhe einen öffentlichen Trolleybus in Cherson; der Fahrer kam dabei ums Leben, wie der Regionalchef Oleksandr Prokudin mitteilte. In der Folge bestätigte die ukrainische Seite einen Gefangenenaustausch: 175 Soldaten und sieben Zivilisten wurden freigelassen und in nördliche Regionen gebracht.
Daneben zeigen die Geschehnisse der Osterzeit, dass die vereinbarte Pause nicht flächendeckend eingehalten wurde und mehrere Regionen weiterhin von Drohnenangriffen und Beschuss betroffen blieben. Trotz formeller Vereinbarungen und Gefangenentransfers blieb die Sicherheitslage angespannt; die Einsätze hinterließen Tote, Verletzte und zerstörte Infrastruktur in mehreren betroffenen Gemeinden.