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Russland startet fast 300 Drohnenangriffe auf Ukraine – zahlreiche zivile Ziele beschädigt

Ukraine meldet 294 gestartete Drohnen, 269 abgeschossen; Wohnhäuser, Verkehrsinfrastruktur und Stromnetze in mehreren Regionen beschädigt.

JKCM News Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: Russland startet fast 300 Drohnenangriffe auf Ukraine – zahlreiche zivile Ziele beschädigt
  • Nächtliche Drohnenwelle trifft mehrere ukrainische Regionen
  • Rückgabe von 528 Gefallenen und Gefangenenaustausch stehen zeitlich nahe beieinander.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe starteten russische Streitkräfte in der vergangenen Nacht 294 Drohnen gegen Ziele in der Ukraine; 269 davon seien abgefangen worden, heißt es. Direkte Treffer wurden bei 20 Drohnen an 15 unterschiedlichen Orten registriert, was eine breite Streuung der Angriffsspur widerspiegelt.

Im Mittelpunkt der Zerstörungen stand die Region Cherson, wo fünf mehrstöckige Wohnhäuser und 19 Einfamilienhäuser getroffen wurden. Regionalgouverneur Oleksandr Prokudin berichtete von einem Todesopfer und 23 Verletzten infolge der Angriffe, die erhebliche Schäden an privatem Wohnraum hinterließen.

Gleichzeitig erlitten mehrere weitere Regionen Schaden: In Odessa beschädigten Angriffe Energieanlagen, sodass 39 Ortschaften ohne Strom waren und mehr als 22.000 Verbraucher betroffen waren. In Charkiw meldeten Behörden Schäden an einer Straße, an zwei Metro-Stationen, am Kontaktnetz des elektrischen Verkehrs, an einem Trolleybus sowie an einer Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs.

In der Region Sumy trafen Schläge ein Bürogebäude, ein Rettungswagen, mehrere Kleinbusse und Autos; dabei wurden sieben Menschen verletzt. Die Vorfälle zeigen, dass nicht nur militärische, sondern auch zivile und versorgungsrelevante Einrichtungen unter Beschuss geraten sind.

Nach dem Schritt der Rückgabe sterblicher Überreste gab es zeitlich enge Entwicklungen: Russland übergab der Ukraine nach Angaben des Gefangenen-Zentrums die sterblichen Überreste von 528 Gefallenen, einen Tag nach einem Tauschangebot, bei dem Russland und die Ukraine jeweils 205 Gefangene zurückgaben. Beobachter sehen in diesen Abläufen separate, aber eng aufeinanderfolgende humanitäre Aktionen.