Russland startet neue Drohnenangriffe auf Ukraine – Kyiv meldet Treffer auf russische Raffinerie
Nächtliche Angriffe mit Hunderten Drohnen lösten Brände und Schäden in mehreren ukrainischen Regionen aus; Kyiv meldet zugleich Treffer auf russische Öl‑Infrastruktur.
- Ukrainische Stellen berichten, dass Hunderte feindliche Drohnen abgewehrt wurden
- ein Zivilist kam ums Leben, mehrere Regionen verzeichneten Brände und Sachschäden.
Nach Angaben ukrainischer Behörden starteten russische Streitkräfte in der Nacht eine neue Serie von Luftangriffen mit mehr als 200 Angriffs‑ und Täuschungsdrohnen gegen ukrainisches Gebiet. Die Luftwaffe der Ukraine meldete, die Luftabwehr habe bis zum Morgen 212 gegnerische UAVs verschiedener Typen, darunter Shahed, Gerbera und Italmas, abgefangen; dennoch seien 14 Drohnen elf Ziele getroffen.
Im Norden der Ukraine meldete die staatliche Rettungsdienstbehörde einen Todesfall in der Region Tschernihiw: Eine Drohne habe ein Firmengelände getroffen und auf einem Parkplatz ein Feuer ausgelöst, bei dem sieben Lastwagen zerstört wurden. In der Region Riwne seien nicht betriebsbereite Anlagen ins Visier genommen worden; dort würden nach ersten Angaben keine Verletzten gemeldet.
Im Dniprogebiet im Südosten entfachten die Angriffe mehrere Brände, darunter in einem Lagerhaus eines Logistikunternehmens. Die Regionalverwaltung berichtete von rund 20 Drohnen‑ und Artillerietreffern in der Region Dnipropetrowsk und nannte zwei Verletzte. Betroffen seien unter anderem ein Kindergarten, eine Arztpraxis, Wohn‑ und Wirtschaftsgebäude sowie ein Feuer auf dem Gelände eines Agrarbetriebs.
Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte für diese Woche eine hohe Zahl eingesetzter Waffen und sprach von mehr als 2.300 Angriffs‑Drohnen, etwa 1.560 gelenkten Luftbomben und 108 Raketen verschiedener Typen. Er erneuerte den Appell an westliche Partner, Luftabwehrraketen bereitzustellen, und teilte zugleich mit, dass die Ukraine jüngst einen IRIS‑T Flugkörperwerfer aus Deutschland erhalten habe.
Nach dem Schritt meldete Kiew Gegenangriffe auf russische Öl‑Infrastruktur. Ukrainische Einheiten bestätigten einen Treffer auf eine Raffinerie in der Region Saratow, woraufhin es zu Bränden und Schäden an ziviler Infrastruktur gekommen sei. Zudem seien Anlagen in der Region Kirow, darunter eine Produktions‑ und Umschlagstation für Ölleitungen, beschädigt worden; örtliche Behörden berichteten dort von Bränden ohne Verletzte.
Zugleich enthalten die Meldungen detaillierte Zahlen zu abgefangenen Drohnen und zu Schäden in mehreren Regionen, die von ukrainischen Stellen und regionalen Gouverneuren stammen. Eine umfassende, unabhängige Bestätigung der gesamten Schadensbilanz liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor.