Russlands Raketen- und Drohnenangriffe töten mindestens 12 Menschen in Ukraine
Raketen- und Drohnenangriffe trafen Odesa, Kyiv, Dnipro und Charkiw; Wohnhäuser und Infrastruktur beschädigt, Rettungskräfte bergen Opfer aus Trümmern.
- Sechs Menschen starben in Odesa, weitere Todesopfer in Kyiv und Dnipro
- Behörden melden zahlreiche Verletzte, Brände und eingestürzte Gebäude.
Nach Angaben lokaler Behörden forderten nächtliche Raketen- und Drohnenangriffe in mehreren ukrainischen Städten mindestens 12 Todesopfer. In der Südhafenstadt Odesa nannte Sergiy Lysak, Leiter der Militärverwaltung, sechs Tote; er veröffentlichte seine Angaben auf Telegram.
Im Mittelpunkt der Zerstörung stand die Hauptstadt Kyiv, wo der staatliche Rettungsdienst mindestens vier Tote meldete, darunter ein 12-jähriges Kind. Der Bürgermeister von Kyiv, Vitali Klitschko, sagte, Rettungskräfte hätten in der Podilsky-Region ein Kind aus den Trümmern eines eingestürzten Wohngebäudes geborgen. In mehreren Stadtteilen fielen Trümmer, es kam zu Bränden, unter anderem in Obolonsky, nachdem Raketenreste eingeschlagen waren.
Zugleich bestätigte Oleksandr Ganzha, Leiter der Regionalverwaltung von Dnipro, zwei Todesopfer in seiner Region. Ganzha hatte zuvor angegeben, der Angriff habe zehn Menschen verletzt, darunter eine 40-jährige Frau, die in ernstem Zustand ins Krankenhaus gebracht worden sei; aus den Berichten ging nicht eindeutig hervor, ob es Überschneidungen zwischen den Verletzungs- und den Todesmeldungen gab.
Unterdessen meldete der Leiter der Regionalverwaltung von Charkiw, Oleh Syniehubov, Verwundete nach einem Drohnenangriff auf die nordöstliche Stadt: Eine 77-jährige Frau und ein 66-jähriger Mann seien verletzt worden. Auch mehrere Sanitäter in Kyiv wurden verletzt, wie örtliche Behörden mitteilten.
Die Angriffe richteten sich sowohl gegen zivile Wohngebiete als auch gegen Infrastruktur. In den Berichten hieß es, die Offensive sei in einer Welle ausgeführt worden; Raketen- und Drohnenschläge lösten Flammen und örtliche Zerstörungen aus, und Rettungskräfte suchten nach Verschütteten und Verletzten.
Daneben verwiesen die Meldungen auf eine fortgesetzte Nutzung von Drohnen durch die Angreifer in den vergangenen Jahren. Demnach wurden Hunderte Drohnen gegen ukrainische Ziele eingesetzt und es habe zuletzt vermehrt auch tagsüber Angriffe gegeben.