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Schiffsverkehr in Straße von Hormus kurzzeitig gestiegen – danach wieder stark reduziert nach Angriffen

Nach einem kurzzeitigen Anstieg kam der Transit durch die Straße von Hormus nach Angriffen auf Handelsschiffe nahezu zum Erliegen; die Ölpreise zogen deutlich an.

JKCM Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Schiffsverkehr in Straße von Hormus kurzzeitig gestiegen – danach wieder stark reduziert nach Angriffen
Mindestens 20 Schiffe passierten die Meerenge am Samstag, doch nach Attacken fand der Verkehr am Sonntag praktisch nicht mehr statt.

Nach Angaben von Schiffs- und Handelsdaten nahm der kommerzielle Verkehr durch die Straße von Hormus am Wochenende kurzfristig zu, bevor er infolge mehrerer Angriffe auf Handelsschiffe wieder stark zurückging. Am Samstag registrierten Auswertungen mindestens 20 Überfahrten verschiedener Schiffstypen, darunter Öltanker, Massengutfrachter und Containerschiffe.

Im Mittelpunkt dieser Bewegung stand der Öltanker FPMC C Lord, der laut den Daten mit rund zwei Millionen Barrel saudischen Rohöls beladen in Richtung Taiwan durch die Meerenge fuhr. Gleichzeitig meldeten Betreiber und Überwachungsstellen bereits am Sonntag einen beinahe vollständigen Stillstand des Transits, nachdem die Attacken die Sicherheit der Passage erheblich beeinträchtigt hatten.

Zugleich umfassten die Zwischenfälle nach Berichten mehrere direkte Schädigungen: Die iranische Revolutionsgarde beschoss demnach einen Tanker, ein bislang nicht identifiziertes Projektil traf ein Containerschiff, und beide betroffenen Schiffe fuhren offenbar unter indischer Flagge. Indien äußerte daraufhin tiefe Besorgnis über die Angriffe auf zwei seiner Schiffe. Parallel dazu berichteten US-Stellen, dass die US-Marine am Sonntag auf ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman feuerte und Marines das Schiff an Bord nahmen.

Daneben beeinflusste die Lage die Rohstoffmärkte: Ölpreise stiegen am Montag um etwa sechs Prozent, nachdem der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus auf ein Minimum geschrumpft war. Politisch erklärten iranische Stellen die Meerenge zunächst am Freitag wieder für geöffnet, gaben sie jedoch nach regionalen Angaben am Samstag erneut als geschlossen an.

Die Ereignisse unterstreichen die Verwundbarkeit einer der weltweit wichtigsten Energie-Transitstrecken. Kurzfristige Versorgungssorgen spiegeln sich in den Preisbewegungen am Ölmarkt wider, während Reedereien und nationale Behörden die Sicherheitslage vor Ort weiterhin aufmerksam beobachten und den Fortgang der Transitaktivitäten genau verfolgen.