Sechste Klapperschlangen-Bissserie in Ventura County binnen eines Monats
Warmer Frühling und starke Niederschläge erhöhen die Aktivität von Klapperschlangen; Verletzte in stabilem Zustand, landesweit mehr Anrufe bei Giftnotrufzentrale.
- In Ventura County wurde binnen weniger als vier Wochen bereits der sechste Mensch von einer Klapperschlange gebissen
- Feuerwehr und Behörden sehen den ungewöhnlich warmen Frühling und kräftige Regenfälle als Erklärung.
Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr hat Ventura County innerhalb von weniger als einem Monat den sechsten gemeldeten Klapperschlangenbiss registriert. Rettungskräfte wurden am Sonntag zu einem Einsatz nahe der California State University Channel Islands gerufen; der Verletzte erhielt Antivenin und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er am selben Tag als stabil gemeldet wurde.
Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Häufigkeit der Vorfälle auffällig aus: Die sechs Fälle entsprechen bereits zwei Dritteln der neun Bisse, die Ventura County 2025 insgesamt verzeichnete. Zugleich haben Behörden in Südkalifornien in diesem Jahr zwei tödliche Schlangenbisse bestätigt, die in Wildwood Regional Park und nahe des Quail Hill Trailhead passiert sind.
Vertreter des Ventura County Fire Department führen die Zunahme der Begegnungen mit Klapperschlangen auf einen milderen Frühling und stärkere Regenfälle im Winter zurück. Höhere Temperaturen können die Reptilien früher auf Wanderwegen sichtbar machen, während mehr Niederschlag die Anzahl von Nagetieren steigen lässt — potenzielle Beutetiere, die indirekt die örtliche Schlangenpopulation beeinflussen.
Landesweit verzeichnet das California Poison Control System ebenfalls mehr Anrufe im Zusammenhang mit Klapperschlangenbissen: In den ersten drei Monaten von 2026 gingen 77 Meldungen ein. Zum Vergleich: Üblicherweise liegen die jährlichen Anrufzahlen bei etwa 200 bis 300 Fällen, mit einem saisonalen Höhepunkt zwischen April und Oktober.
Daneben betonen Einsatzkräfte die Bedeutung von Vorsichtsmaßnahmen beim Aufenthalt im Freien. Empfohlen wird, auf markierten Wegen zu bleiben, Bereiche mit hohem Gras zu meiden, feste Schuhe sowie lange Hosen zu tragen und ein geladenes Mobiltelefon mitzuführen, um im Notfall schnell Hilfe rufen zu können. Ruhe und eingeschränkte Bewegung nach einem Biss gelten als wichtige Sofortmaßnahmen, um die Ausbreitung des Giftes zu verlangsamen, bis medizinische Hilfe eintrifft.