Snowflake steigt 36% nach Quartalszahlen und Bekanntgabe eines 6‑Milliarden‑AWS‑Abkommens
Snowflake vereinbart ein fünfjähriges Ausgabencommitment bei Amazon Web Services und meldet bessere als erwartete Quartalszahlen sowie eine verbesserte Marge.
Nach Angaben von Amazon hat Snowflake ein fünfjähriges Ausgabenziel in Höhe von 6 Milliarden US‑Dollar bei Amazon Web Services vereinbart. Das Commitment sieht unter anderem eine Ausweitung der Nutzung von Amazons Arm‑basierten Graviton‑Prozessoren sowie cloudbasierten Grafikprozessoren für KI‑Workloads vor.
Im Mittelpunkt der Meldungen standen zugleich robuste Quartalszahlen: Für das am 30. April endende erste Fiskalquartal meldete Snowflake bereinigte Gewinne von 39 Cents je Aktie bei einem Umsatz von 1,39 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit übertraf das Unternehmen die Konsenserwartungen, die zuvor geringere Gewinn‑ und Umsatzwerte vorausgesagt hatten.
Gleichzeitig reagierten Anleger deutlich; die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um bis zu 36 Prozent. Snowflake legte ferner eine Ergebnisprognose für das zweite Fiskalquartal vor und erwartet eine bereinigte operative Marge von 12,5 Prozent bei einem Produktumsatz zwischen 1,415 Milliarden und 1,420 Milliarden Dollar, Werte, die über den vorhergehenden Analystenschätzungen lagen.
Historisch betrachtet hat Snowflake seine Bindung an AWS schrittweise ausgeweitet: Beim Börsengang gab es ursprünglich eine geänderte Ausgabenvereinbarung über 1,2 Milliarden Dollar über fünf Jahre, die später auf 2,5 Milliarden Dollar anstieg. Das neue 6‑Milliarden‑Commitment entspricht im Mittel etwa 1,2 Milliarden Dollar Jahresausgaben und unterstreicht die wachsende finanzielle Verflechtung von Snowflake mit AWS, ohne dass eine Minderheitsbeteiligung von Amazon genannt wurde.