Snowflake wächst kräftig und verpflichtet sich zu 6 Milliarden Dollar AWS‑Ausgaben
Nach starken Quartalszahlen schließt Snowflake einen fünfjährigen Ausgabenvertrag mit Amazon Web Services über 6 Milliarden Dollar; geplant ist verstärkte Nutzung von Graviton‑CPUs und Cloud‑GPUs.
Nach Angaben stieg der Aktienkurs von Snowflake in den nachbörslichen Handelssitzungen deutlich, nachdem das Unternehmen seine Zahlen für das Fiskalquartal zum 30. April vorgelegt hatte und ein umfangreiches Ausgabencommitment mit Amazon Web Services bekanntgab. Kern des Abkommens ist ein fünfjähriger Vertrag mit einem Gesamtvolumen von 6 Milliarden US‑Dollar, der die erweiterte Nutzung von Amazons maßgeschneiderten Arm‑basierten Graviton‑CPUs sowie cloudbasierten Grafikprozessoren für KI‑Anwendungen vorsieht.
Gleichzeitig präsentierte Snowflake robuste operative Kennzahlen: Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 39 Cent, bei einem Umsatz von 1,39 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Diese Ergebnisse lagen über den Konsensschätzungen der Analysten, wobei sowohl Gewinn als auch Umsatz die Erwartungen übertrafen und so maßgeblich zur positiven Marktreaktion beitrugen.
Zugleich gab das Unternehmen eine optimistische Guidance für das laufende Fiskalquartal ab: Snowflake peilt eine bereinigte operative Marge von 12,5 Prozent an und erwartet Produktumsätze zwischen 1,415 und 1,420 Milliarden Dollar. Diese Prognose liegt über den von Analysten erwarteten Werten und signalisiert Fortsetzung der Wachstumsdynamik, während Snowflake seine Investitionen in Produkt- und KI‑Fähigkeiten weiter ausbaut.
Daneben bestätigte Snowflake den geplanten Zukauf des KI‑Startups Natoma, ohne dabei eine Kaufpreissumme zu nennen. Amazon wies darauf hin, dass seine Vereinbarungen mit einigen KI‑Unternehmen Eigenkapitalkomponenten enthalten, während das Abkommen mit Snowflake keine Equity‑Beteiligung vorsieht. Snowflake hatte bereits bei seinem Börsengang ein mehrjähriges Ausgabenabkommen mit dem Cloudanbieter offengelegt, das ursprünglich 1,2 Milliarden Dollar über fünf Jahre umfasste und später anstieg.
Inzwischen ergibt das neue 6‑Milliarden‑Commitment im Schnitt eine jährliche Ausgabensumme von rund 1,2 Milliarden Dollar und unterstreicht die anhaltende Bindung zwischen Snowflake und dem Cloudanbieter. Für Snowflake bedeutet das Paket einerseits Zugriff auf spezialisierte Infrastruktur für KI‑Workloads, andererseits eine verstärkte finanzielle Verpflichtung über mehrere Jahre, die das Unternehmen in seiner langfristigen Strategie zur Skalierung cloudbasierter Daten‑ und KI‑Dienste verankert.