SpaceX reserviert bis zu 5% der IPO‑Aktien für bestimmte Mitarbeiter und Bekannte
Das geänderte IPO‑Prospekt nennt ein Direct‑Share‑Programm, das bis zu 5 Prozent des Angebots für ausgewählte Personen reserviert; Morgan Stanley übernimmt die Verwaltung. Das Dokument beschreibt zudem Details zur Geschäftsbeziehung mit Anthropic.
- SpaceX richtet ein Direct‑Share‑Programm ein, das bis zu 5 Prozent des Börsenangebots für bestimmte Mitarbeiter und Bekannte vorbehält
- Morgan Stanley verwaltet das Programm.
Nach Angaben des aktualisierten Prospekts hat SpaceX bis zu fünf Prozent der im Rahmen seines Börsengangs angebotenen Aktien für den Kauf durch bestimmte Mitarbeiter und ausgewählte Personen reserviert. Diese Zuteilungen sollen über ein Direct‑Share‑Programm erfolgen, das Unternehmen zufolge gezielt Anteile für einen definierten Kreis bereitstellt.
Gleichzeitig benennt das Prospekt Morgan Stanley als Verwalter des Programms. Die Auswahl der Teilnehmer liege im Ermessen der Geschäftsleitung, heißt es; ferner würden die hierfür vorgesehenen Aktien keinen Lock‑up‑Beschränkungen unterliegen. Damit könnten die Begünstigten früher und freier über die Papiere verfügen als Anleger, die üblicherweise an die Lock‑up‑Regeln großer IPOs gebunden sind.
Das Angebot zielt dem Prospekt zufolge auf einen ungewöhnlich hohen Bruttoerlös ab; SpaceX strebe bei seinem Debüt Erlöse in der Größenordnung von 75 Milliarden US‑Dollar an. Die Bewertung war zuvor von Elon Musk auf rund 1,25 Billionen US‑Dollar beziffert worden, nachdem das Unternehmen mit seinem KI‑Start‑up zusammengeführt worden war.
Das Dokument liefert daneben konkrete Angaben zur Zusammenarbeit mit dem KI‑Unternehmen Anthropic. SpaceX vermietet in seinen Rechenzentren Rechenkapazität in einem Umfang, der in der Einreichung mit etwa 325.000 NVIDIA‑GPUs vergleichbar angegeben wird. Vereinbarungen sehen demnach vor, dass Anthropic nach einer kurzen Anlaufphase Zahlungen in der Höhe von rund 1,25 Milliarden US‑Dollar pro Monat bis Mai 2029 leistet.
Zugleich weist das Prospekt auf Kündigungsmodalitäten hin: Nach einer anfänglichen Dreimonatsphase können die Verträge mit einer Frist von 90 Tagen beendet werden. Diese Regelung schränkt die mittelfristige Verbindlichkeit der Zahlungen ein und macht Voraussetzung und Laufzeit der zugesagten Erlöse für den Deal transparenter.