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Spirit Airlines stellt Betrieb ein: Flughäfen still, Tausende Jobs verloren

Die Billigairline stellte den Flugbetrieb ein, nachdem Verhandlungen über ein staatliches Rettungspaket scheiterten und Bondholder ein letztes Angebot ablehnten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Spirit Airlines stellt Betrieb ein: Flughäfen still, Tausende Jobs verloren
Spirit Airlines setzte den kommerziellen Flugbetrieb in den frühen Morgenstunden aus, nachdem Gespräche über ein bis zu 500 Millionen Dollar schweres Hilfspaket gescheitert waren.

Nach Angaben des Unternehmens endete der kommerzielle Flugbetrieb von Spirit Airlines in den frühen Morgenstunden des Samstags um 3:00 Uhr Ortszeit, nachdem Verhandlungen über ein staatlich unterstütztes Hilfspaket nicht zustande gekommen waren. Auf der Website und in der App der Airline erschien eine Mitteilung, dass alle Flüge abgesagt seien und der Kundenservice nicht mehr verfügbar sei, während Terminals an mehreren Flughäfen still wirkten.

Der unmittelbare Auslöser für die Einstellung war das Scheitern eines Rettungsplans, nachdem Bondholder ein letztes Angebot zurückwiesen. Das diskutierte Modell hätte nach Angaben des Berichts bis zu 500 Millionen US-Dollar umfassen können und der Regierung im Gegenzug eine vorrangige Stellung gegenüber anderen Gläubigern sowie einen Anteil von bis zu 90 Prozent am Unternehmen verschaffen sollen. Commerce Secretary Howard Lutnick informierte CEO Dave Davis, dass kein Deal zustande gekommen sei.

Zugleich sind die Folgen für Beschäftigte und Flughäfen unmittelbar sichtbar: Mehr als 17.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze sind betroffen. An Check-in-Kiosken erschienen Hinweis-Meldungen über die Einstellung des Betriebs, und in einigen Terminals herrschte am Tag der Einstellung eine ungewöhnliche Ruhe. Die Airline hatte vor der Schließung noch Maßnahmen getroffen, etwa internationale Verbindungen zuvor zu stornieren, damit Passagiere, Flugzeuge und Crews nicht gestrandet blieben.

Inzwischen kündigten mehrere große US-Airlines an, begrenzte Vorkehrungen zu treffen, um gestrandeten Passagieren Rückflüge oder Ersatzverbindungen anzubieten. Spirit gab Medienberichten zufolge am Tag vor der Einstellung noch zahlreiche Flüge durch — die Airline soll am Tag vor dem Aus mehr als 50.000 Menschen befördert haben.

Daneben wirft das plötzliche Ende Fragen nach der Entwicklung des Unternehmens auf: Während Spirit in den 2010er-Jahren noch profitabel operierte, sah sich die Billigairline zuletzt anhaltendem Wettbewerbsdruck, steigenden Kosten und strategischen Rückschlägen ausgesetzt. Die Weigerung der Gläubiger, das letzte Rettungsangebot anzunehmen, mündete schließlich in der sofortigen Einstellung des Flugbetriebs und einem abrupten Abbruch des Geschäftsablaufs.