Strauss von Hormuz wird teuerstes Seegebiet – Versicherungsprämien schiessen in die Höhe
Anhaltende Kampfhandlungen im Iran-Konflikt treiben Kriegsrisikoprämien für Schiffe durch die Straße von Hormus um bis zu 300 Prozent in die Höhe.
- Versicherungs- und Frachtraten steigen dramatisch
- Reedereien suspendieren Routen oder weichen aus, Handelsströme verzeichnen erhebliche Störungen.
Die Straße von Hormus gilt nach Einschätzung von Branchenvertretern als aktuell teuerstes Seegebiet der Welt: Kriegsrisikoprämien für Schiffe, die die Meerenge passieren, sind seit Beginn der Kampfhandlungen um bis zu 200–300 Prozent gestiegen.
Vor der Krise lagen üblichere Kriegsrisikoprämien bei 0,02–0,05 Prozent des Schiffswerts; Berichte nennen nun Werte von 0,5–1 Prozent oder mehr. Für einen Tanker mit einem angenommenen hohen Marktwert würden sich die Einmalprämien damit deutlich vervielfachen, so die vorliegenden Berechnungen.
Die Kombination aus Raketenangriffen, Minengefahr und verstärkter Marinepräsenz hat zahlreiche Reeder veranlasst, Fahrten durch die Meerenge auszusetzen oder Routen zu verlagern. Weltweit bedeutende Carrier haben demnach Fahrten reduziert oder gestoppt, was zu längeren Transportzeiten und erhöhten Frachtraten führt.
Branchenvertreter warnen, dass die zusätzlichen Transport- und Versicherungskosten kurzfristig auf Endkunden durchschlagen könnten, da Energie- und Rohstoffpreise bereits beeinflusst werden.