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Texas‑Sommercamp, in dem 25 Mädchen 2025 starben, droht die Schließung vor der Saison

Behörden fordern bessere Warnsysteme, eine Hochwasserkarte und überarbeitete Evakuierungspläne – das Camp will dennoch öffnen und plant einen Ausweichstandort.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Texas‑Sommercamp, in dem 25 Mädchen 2025 starben, droht die Schließung vor der Saison
  • Das Camp hat 45 Tage Zeit, konkrete Sicherheitsmängel zu beheben
  • ansonsten droht die Verweigerung der Betriebsgenehmigung.

Nach Angaben von Gesundheitsbehörden steht Camp Mystic in Texas vor der Möglichkeit, in diesem Sommer nicht öffnen zu dürfen, nachdem Inspektoren erhebliche Mängel bei Sicherheits- und Meldeverfahren festgestellt haben. Die Landesbehörde fordert unter anderem ein verbessertes Notfallwarnsystem, eine detaillierte Hochwasserkarte mit den Standorten der Schlafgebäude sowie eine Überarbeitung des Feuer‑Evakuierungsplans.

Zugleich gibt der Bescheid dem Sommercamp 45 Tage Zeit, um die festgestellten Defizite zu beheben und damit die Voraussetzung für eine Betriebsgenehmigung zu erfüllen. Die Beanstandungen betreffen vor allem die Verfahren zur Benachrichtigung von Eltern und Betreuern sowie das Fehlen einer dokumentierten Hochwasserplanung für das Gelände neben dem Guadalupe River, wo es im Juli 2025 zur tödlichen Überschwemmung gekommen war.

Im Mittelpunkt der Kritik stehen die Folgen jenes Unwetters am 4. Juli 2025, als schwere Regenfälle am Standort in Kerr County 25 Mädchen, zwei Betreuerinnen und den Besitzer des Camps das Leben kosteten. Die regionalen Überschwemmungen forderten insgesamt mehr als 130 Todesopfer, und Familien von Opfern hatten bereits die geplante Wiedereröffnung des Camps scharf kritisiert und in Teilen rechtliche Schritte gegen den Staat eingeleitet mit dem Vorwurf, Aufsichtsbehörden hätten eine umfassende Evakuierungsplanung nicht hinreichend gefordert.

In einer Reaktion erklärte die Leitung von Camp Mystic, man beabsichtige weiterhin, am 30. Mai für Camper zu öffnen, und betonte die Priorität von Sicherheit und Wohlergehen der Kinder sowie das lange Bestehen des christlichen Camps. Gleichzeitig teilte die Geschäftsführung mit, für die kommende Saison einen alternativen Standort nutzen zu wollen, der sich nicht an jenem Uferabschnitt befindet, an dem die Todesfälle auftraten.

Unterdessen hat ein laufender Rechtsstreit weitere Details zutage gefördert: Angehörige von Opfern sagten unter Eid aus, und in Anhörungen berichteten Verantwortliche des Camps, offizielle Wetterwarnungen vor dem Unwetter nicht gesehen zu haben. Es wurde ausgesagt, dass kein detaillierter schriftlicher Hochwasser‑Evakuierungsplan vorgelegen habe. Zudem sehen die Vorschriften eine Pflicht zur Meldung von Todesfällen an Gesundheitsbehörden innerhalb von 24 Stunden vor; in einer Verhandlung erklärte die medizinische Beauftragte des Camps, sie habe die Todesfälle nicht formell gemeldet.