Trump lehnt Übernahme von Irans hochangereichertem Uran durch Russland oder China ab
Während Gesprächen über ein kurzfristiges Ende des Krieges macht Präsident Trump deutlich, dass er eine Übernahme Irans hochangereicherten Urans durch Russland oder China ablehnt; zugleich schließt er Sanktionserleichterungen und Geldzahlungen aus.
- Trump lehnt ab, dass Russland oder China Irans Vorräte an hochangereichertem Uran übernehmen
- Sanktionen bleiben bestehen und kontrolliertes Geld wird nur bei entsprechendem Verhalten freigegeben.
Nach Angaben aus dem Weißen Haus hat Präsident Donald Trump am Mittwoch klargestellt, er sei nicht damit einverstanden, sollten Russland oder China Irans Vorräte an hochangereichertem Uran im Rahmen eines Abkommens übernehmen. In einer Kabinettssitzung sagte Trump, er fühle sich mit einer solchen Regelung nicht wohl und lehne sie ab.
Im Mittelpunkt seiner Aussagen stand zudem die Auffassung, das Material müsse zerstört werden oder an einem anderen als akzeptablen Ort verbleiben. In einem früheren Beitrag auf Truth Social hatte Trump erklärt, das Uran werde entweder in den USA, in Iran selbst oder an einem anderen geeigneten Ort vernichtet. Diese Äußerungen fielen in eine Phase, in der Washington und Teheran Signale sendeten, an zumindest einer kurzfristigen Vereinbarung zur Beendigung des rund dreimonatigen Krieges zu arbeiten.
Zugleich betonte Trump unmissverständlich, dass es keine Lockerung der Sanktionen und keine Zahlungen an Iran geben werde. Keine Sanktionen, kein Geld, gar nichts, sagte er während der Sitzung und fügte hinzu, die USA behielten die Kontrolle über Gelder, die Iran beanspruche, und würden diese nur freigeben, wenn Iran sich entsprechend verhalte.
Daneben stellte Trump klar, ein mögliches kurzfristiges Abkommen dürfe Iran keine Kontrolle über die Straße von Hormus einräumen. Die Schifffahrtsroute müsse für alle offenbleiben; die USA würden darauf achten, dass niemand die Passage kontrolliere, erklärte er.
In den Finanzmärkten löste die Entwicklung Bewegungen aus: Ölpreise gaben nach, nachdem Außenminister Marco Rubio während der Sitzung erklärte, die USA wollten der Diplomatie jede Chance geben, erfolgreich zu sein. Die Kombination aus Verhandlungsbereitschaft und gleichzeitigen Sanktionsvorbehalten prägt nun die US-Position in den laufenden Gesprächen mit Teheran.