Trump nennt iranischen Waffenstillstands‑Vorschlag significant, aber not good enough und droht weiterhin mit Angriffen
US‑Präsident Donald Trump bezeichnet einen diskutierten 45‑tägigen Waffenstillstand als wichtigen Schritt, lehnt ihn zugleich als unzureichend ab; Teheran weist eine temporäre Feuerpause zurück und fordert eine dauerhafte Lösung.
- Trump: Vorschlag sei ein Schritt, aber nicht ausreichend
- Frist für Wiederöffnung der Straße von Hormuz läuft auf Dienstag 20:00 Uhr Eastern Time zu.
Nach Angaben der White House‑Äußerungen bewertete Präsident Donald Trump einen vorgeschlagenen 45‑tägigen Waffenstillstand mit Iran als significant, erklärte ihn jedoch zugleich für not good enough. Die Bemerkungen fielen während des traditionellen Oster‑Events auf dem South Lawn des Weißen Hauses und spiegeln Trumps ambivalente Haltung gegenüber dem Vermittlungsangebot wider.
Im Mittelpunkt seiner Aussagen stand die Drohung mit militärischen Maßnahmen, falls die Straße von Hormus nicht rechtzeitig wieder für die Schifffahrt geöffnet werde. Trump stellte einen konkreten Termin in den Raum: 20:00 Uhr Eastern Time am kommenden Dienstag. Bei einer späteren Pressekonferenz bekräftigte er, dass die US‑Regierung bereit sei, Angriffe auf iranische Energie‑ und Transportinfrastruktur anzuordnen, sollte die Wasserstraße nicht freigegeben werden.
Nach dem Schritt, das Angebot als bedeutend zu würdigen, machte Trump deutlich, dass es für ihn nicht ausreicht, um eine Einstellung der Feindseligkeiten zu rechtfertigen. Zugleich betonte er, dass Verhandlungen stattfänden und die andere Seite Interesse an einer Einigung zeige. Diese Wortwahl verbindet ein Zugeständnis an die Möglichkeit diplomatischer Fortschritte mit dem weiterhin geltenden Druckszenario gegenüber Teheran.
Zugleich hat Teheran eine kurzfristige Feuerpause abgelehnt und stattdessen eine dauerhafte Lösung des Konflikts gefordert. In diesem Kontext wurde berichtet, dass Iran über einen Vermittler eine formale Antwort übermittelte, die Punkte wie sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormuz, Wiederaufbau und die Aufhebung von Sanktionen umfasst. Diese Haltung steht im Widerspruch zu dem skizzierten 45‑tägigen Modell, das derzeit als Zwischenlösung diskutiert wird.
Daneben betont die US‑Regierung, dass es sich bei dem 45‑tägigen Vorschlag um eine von mehreren Ideen handelt, denen noch keine Zustimmung des Präsidenten vorliegt. Trumps öffentliche Ablehnung in Kombination mit der Betonung möglicher Verhandlungsbereitschaft macht deutlich, dass Washington vorerst sowohl auf diplomatischen Druck als auch auf die Androhung weiterer Maßnahmen setzt, sollte sich die Lage in der strategisch wichtigen Schifffahrtsroute nicht rasch entspannen.