Trump nominiert Cameron Hamilton zum dauerhaften Leiter von FEMA
Der einst entlassene Interimschef warf sich für den Erhalt der Behörde in die Bresche; seine Ernennung signalisiert, dass das Weiße Haus von Plänen zur Abschaffung abrückt.
Nach Angaben der Associated Press hat Präsident Donald Trump Cameron Hamilton am Montag als dauerhaften Administrator der Federal Emergency Management Agency (FEMA) nominiert. Hamilton hatte bereits von Januar bis Mai 2025 als Interimsleiter fungiert und war nach öffentlichen Aussagen zur Bedeutung der Behörde entlassen worden. Seine Rückkehr in eine Führungsrolle markiert eine bemerkenswerte Wende in der Haltung der Regierung gegenüber FEMA.
Im Mittelpunkt der Nominierung steht die jüngste Abkehr des Weißen Hauses von früheren Vorschlägen, die Agentur in ihrer jetzigen Form abzuschaffen. Hamilton hatte wiederholt betont, dass eine Abschaffung nicht im Interesse des Landes sei, eine Position, die ihm Respekt bei Teilen der Katastrophenschutzgemeinschaft eingebracht hatte. Sollte der Senat seine Ernennung bestätigen, würde Hamilton Trump und dem Heimatschutzminister Markwayne Mullin als Hauptberater in Fragen des Katastrophenschutzes dienen und wäre der erste dauerhafte FEMA-Chef in Trumps zweiter Amtszeit.
Zugleich wird Hamilton vor allem wegen seiner fehlenden Erfahrung auf Landes- oder Kommunalebene kritisiert; er war weder Staats- noch kommunaler Notfallmanager, bevor er interimistisch die Agentur leitete. Seine frühere öffentliche Verteidigung von FEMA hatte ihm sowohl Anerkennung als auch Skepsis eingetragen. Die Behörde hat in den vergangenen Monaten drei Interimsleiter erlebt und kämpft mit personellen Abgängen, belastenden internen Richtlinien und den Folgen einer monatelangen Unterbrechung im Heimatschutzministerium.
Inzwischen betonen Befürworter, Hamilton könne Stabilität bringen, gerade mit Blick auf die bevorstehende Sommersaison, in der FEMA auf mögliche Katastrophen vorbereitet sein müsse. Kritiker halten Reformen und eine stärkere interne Führung für nötig, um das Vertrauen der Belegschaft und der betroffenen Staaten zurückzugewinnen. Michael Coen, ehemaliger Stabschef bei FEMA in früheren Verwaltungen, wertete die Nominierung als Chance zur Stabilisierung; zugleich bleiben offene Fragen zur Umsetzung empfohlener Änderungen und zur Führungspraxis innerhalb der Agentur.