Trump ringt darum, Straße von Hormus wieder zu öffnen, nachdem Iran Blockade erneuert
Nach anfänglichem Optimismus blieb die angekündigte Wiederöffnung der Straße von Hormus aus. Iran setzte die Sperre erneut in Kraft, IRGC-Schiffe feuerten auf einen Tanker, Washington berief den Situation Room ein.
- Teheran sperrte die Straße von Hormus erneut
- Schiffe der IRGC schossen auf einen Tanker, die US-Administration berief ein Lagezentrum ein.
Nach Angaben aus Washington und Teheran hat Iran die Straße von Hormus wieder für den kommerziellen Schiffsverkehr geschlossen, nur wenige Tage nachdem der US-Präsident in sozialen Medien erklärt hatte, der Seeweg sei wieder offen. Die Entscheidung steht im deutlichen Widerspruch zu den zuvor verbreiteten Zusicherungen aus der US-Administration und markiert eine schnelle Kehrtwende in den laufenden Verhandlungen zwischen beiden Seiten.
Gleichzeitig meldete eine britische maritime Behörde, dass Schiffe der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) auf einen Tanker gefeuert hätten, als dieser versuchte, die Meerenge zu passieren. Reuters berichtete zudem von einem Angriff auf ein unter indischer Flagge fahrendes Öltransportschiff in dem Seegebiet. Konkrete Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten lagen zunächst nicht vor.
Die jüngsten Vorfälle offenbaren eine Serie widersprüchlicher und hastiger Ankündigungen, die den Prozess einer Deeskalation erheblich erschwerten. Iran kündigte nach den Vorfällen an, den kommerziellen Schiffsverkehr vollständig einzuschränken und zugleich den Export bestimmter Uranbestände nicht zuzulassen. Beobachter wiesen darauf hin, dass wiederholte Angriffe oder Sperrungen das Risiko für den globalen Ölverkehr deutlich erhöhen würden.
Daneben verdeutlichen die Ereignisse die prekäre Lage der Verhandlungen: Zunächst erweckten Erklärungen über eine Wiederöffnung der Meerenge Hoffnungen auf Entspannung, doch die erneute Schließung und die Zwischenfälle auf See führten zu einer raschen Verschlechterung der Situation. Ohne einen klaren Durchbruch in den Gesprächen bleibt die Möglichkeit, dass sich Spannungen erneut zuspitzen und die Sicherheit der Verkehrswege im Persischen Golf weiter gefährdet wird.