Trump scheitert vorerst, als Iran die Straße von Hormus erneut schließt und Schiffe angreift
Nach Angaben mehrerer Stellen hat Teheran die für Ölexporte zentrale Wasserstraße erneut geschlossen; zuvor hatte der US‑Präsident den Fortbestand einer Blockade iranischer Häfen verkündet.
Nach Angaben britischer Behörden und US‑Meldungen ist die Straße von Hormus erneut geschlossen worden, wenige Tage nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, die US‑Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten zu wollen. Die Kehrtwende Teherans folgte auf Äußerungen Trumps, in denen er die Wiederherstellung der freien Passage als Erfolg gefeiert hatte.
Zugleich meldete eine britische maritime Agentur, dass Schiffe der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) auf einen Tanker geschossen hätten, als dieser versuchte, die Straße zu passieren. Reuters berichtete separat von einem Angriff auf ein unter indischer Flagge fahrendes Öltankschiff in dem Fahrwasser. Zu möglichen Schäden oder Verletzten machten die vorliegenden Meldungen keine belastbaren Angaben.
Die jüngsten Ereignisse offenbaren außerdem Probleme in der Kommunikation zwischen den beteiligten Seiten. In sozialen Medien hatte der Präsident behauptet, Iran habe sich verpflichtet, die Wasserstraße nicht mehr zu sperren, und die Entwicklung als großen Tag für die Welt bezeichnet. Vorzeitige und schlecht abgestimmte Ankündigungen beider Seiten trugen nach den vorliegenden Berichten zum Zusammenbruch der Fortschritte in den Verhandlungen bei.
In den USA löste die Situation sofort politische Kritik aus. Senator Jon Ossoff stellte die Zuversicht des Präsidenten infrage und warf der Regierung vor, die Folgen eines möglichen militärischen Konflikts zu verkennen; er verband seine Kritik mit Vorwürfen gegen das Umfeld des Präsidenten. Konkrete Reaktionen anderer Staaten oder institutionelle Schritte wurden in den zitierten Meldungen nicht im Detail dargestellt.